Ready to take off! Das Jeans-Label aus Stephanskirchen hat im letztem Jahr einen Relaunch-Prozess eingeläutet. Ziel ist es, sich stärker als Marke zu präsentieren. Logo, Marketingaktivitäten und Shop-Konzepte werden und wurden dafür angepasst.

Real People für Timezone

Das zur Escape Clothing GmbH gehörende Label Timezone erfindet sich neu. Mit dem Rückzug des Timezone-Inhabers Wolfgang Endler aus der Geschäftsführung begann der sukzessive Relaunch-Prozess. Bereits seit Anfang des letzten Jahres hat das Unternehmen aus Stephanskirchen unter dem Motto “Timezone 2.0″ einige Veränderungen angestrebt, um die Marke für den Kunden attraktiver und erlebbarer zu machen.

Den Grund für den Relaunch sah das Modeunternehmen vor allem in dem mehr und mehr umkämpften Denim-Markt, in dem sich Timezone mit Labels wie Tom Tailor, MOD oder PME Legend messen muss. Das Unternehmen sah sich gezwungen, sein Profil zu schärfen: „Wir haben verstanden, dass die Kunden eine Brandstory haben wollen. Sie wollen ein klares Bild der Marke präsentiert bekommen“, erklärt Sven Schlager, der seit August 2013 für das Marketing und den eCommerce-Bereich verantwortlich ist.

Alles ein bisschen neu

Neues und altes Logo (v.l.)

Mit der aktuellen Spring/Summer Saison 2015 setzt das Unternehmen neben dem leicht überarbeiteten Logo auch auf eine neue cleanere Bildsprache. Die Kampagnenbilder legen den Fokus auf das Produkt.

Mit der neuen Real People Kampagne will Timezone zeigen, dass die Marke den individuellen Charakter jedes einzelnen Menschen authentisch unterstützt und ein Begleiter in allen Lebenslagen ist. Für die aktuelle Kampagne wählte das Unternehmen authentische und außergewöhnliche Persönlichkeiten, die aus dem Leben kommen, denn „ihr Charakter und ihre Leidenschaft bilden die Leinwand, die die Produkte von Timezone zum Strahlen bringen. Sie formen die echte Geschichte von Timezone und das hebt die Marke somit von vielen anderen ab“, heißt es auf der Homepage.

Auch beim Produkt selbst hat das Unternehmen, das sich als Komplettanbieter sieht, einige kleine, aber wahrnehmbare Veränderungen vorgenommen. Hier legt man mehr Wert auf Details und Qualitäten. Hangtags, Knöpfe und andere Accessoires wurden verändert, um den roten Faden auch durch den Bekleidungsbereich zu ziehen. Ausflüge ins Premium-Segment wie 2013 soll es zukünftig erst einmal nicht mehr geben: „In der Marke steckt so viel Potenzial. Das wollen wir erst einmal ganz ausschöpfen und weiter pushen“, erklärt Schlager.

Äußerst erfolgreich in der Produktpräsentation

Im Bereich Ladenbau will sich Timezone frischer und authentischer präsentieren. Zusammen mit den kooperierenden Händlern soll nach und noch das neue Shop-In-Shop-Konzept erarbeitet und etabliert werden. In einem ersten Schritt wurde im Laufe des vergangenen Jahres das „Modul Pants Presenter“ optisch überarbeitet. Europaweit ist dieser an über 1.000 POS platziert und kann überdurchschnittliche gute Quadratmeterumsätze generieren. Eigene Stores sind nach wie vor noch nicht geplant, dafür will Timezone die Zusammenarbeit mit den Händlern intensivieren. Dafür soll unterstützend die “Real People”Kampagne am POS inszeniert werden.

Kommuniziert wird alles rund ums Thema „Timezone 2.0“ vor allem über Social Media. Entsprechend der neuen Ausrichtung wurde auch die Homepage einem Facelift unterzogen. Aber auch kleine Events wie die „Timezone Real People Live Sessions“ sollen die Marke erlebbarer machen und so potenzielle Kunden ansprechen. „Mit diesen kleinen, privaten Konzerten, auf denen Upcoming-Artists wie Anna F. oder Elif auftreten, können wir durch die Präsenz von einigen Celebrities mehr Leute erreichen als mit anderen Marketingaktivitäten“, so Schlagers Erfahrung.

Personell sind bisher keine weiteren Änderungen geplant. „Wir wollen das Unternehmen ja nicht komplett umkrempeln, sondern nachhaltig weiterentwickeln und das bestehende interne Potential nutzen“, so Sven Schlager.

Umzug aufs Kasernengelände

Auch die Mitarbeiter sollen Timezone 2.0 hautnah erleben. Ende dieses Jahres ist ein Umzug der kompletten Company geplant. In etwa 20 Kilometer Entfernung erwarb Inhaber und Gründer Wolfgang Endler 2012 das Areal im bayerischen Brannenburg. Hier will der 56-Jährige das ganzheitliche Wohnprojekt „Dahoam im Inntal“ errichten. Eingebunden in dieses Umfeld wird dann Ende 2015 Timezone.

Fotos: Timezone