Same procedure ... Die im Insolvenzverfahren steckende Handelskette muss einen neuen Investor finden. Aktuell sind alle Geschäfte noch geöffnet. Findet sich kein Investor, wird es eng.

Nach außen wirkt bei Strauss Innovation alles normal

Nach außen wirkt bei Strauss Innovation alles normal

Bis zum 1. September soll der vorläufige Insolvenzverwalter, der Düsseldorfer Anwalt Horst Piepenburg, ein Gutachten vorlegen, im dem die Fortführungsaussichten von Strauss Innovation bewertet werden. Laut aktuellen, verschiedenen Medienberichten (u.a. die Funke-Gruppe) ist die Kette mit aktuell 77 Filialen auf der Suche nach einem neuen Investor. Es sollen bereits Gespräche mit potentiellen Interessenten laufen. Ein Investor wäre der einfachste Weg, den Ganz in die finale Insolvenz zu verhindern; ansonsten werde eine Fortführung „sehr schwierig“ werden, sagte ein Unternehmenssprecher.

In den Läden merkt man momentan nichts von den Aktionen hinter den Kulissen. Die Geschäfte haben auf und bieten regelmäßig neue Waren an. Business as usual. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für den Launch des überarbeiteten Onlineshops auf Hochtouren. Die WAZ berichtete gestern, dass es wohl beim neuen überarbeiteten Produktangebot auch die Steilmann-Modemarken mit an Bord sein könnten.

Mitte 2014 hatte die Würzburger Familie Mühleck die Strauss’sche Handelskette aus der letzten Insolvenz gerettet. Deren Sanierungsbemühungen waren offenbar von nicht sonderlich viel Erfolg geprägt. Im Juni dieses Jahres musste Strauss erneut einen Insolvenzantrag stellen. Die Mittel für die Finanzierung der Winter-Kollektion hätten aufgrund des schlecht laufenden Saisongeschäfts nicht ausgereicht.