Kein Plan B vonnöten: Der Bielefelder Hemdenhersteller sieht sich in seinem Vorstoß, zukünftig stärker auf eigene Läden zu setzen, bestätigt – immerhin wächst das Geschäft dort überproportional.

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Seidensticker: Retail-Strategie geht auf

Der Retail-Bereich der Seidensticker-Gruppe ist in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 (Mai bis Februar) um 13,1% gewachsen. Im abgelaufenen Kalenderjahr lag das Plus bei 18,7%, während in den ersten beiden Monaten in 2014 ein Zuwachs von 16,4% erzielt wurde. Dabei basiert die positive Entwicklung nicht nur auf Neueröffnungen, sondern einem exzellenten flächenbereinigten Wachstum von 13,1% bzw. 12,7% in den Monaten Januar und Februar 2014.

Konzernübergreifend steht die Seidensticker-Gruppe nicht ganz so gut dar wie ihr Retail-Geschäft. Der Wegfall der Hemdenlizenzen für Joop! und Strellson zum Ende des dritten Quartals kann auch durch die gute Entwicklung der Eigenmarke Seidensticker (+7%) nicht kompensiert werden. Zudem räumen die Bielefelder ein, dass das erste schwache Quartal die Ertragslage des Konzerns zum Gesamtjahr weiter negativ beeinflusst.

Weil man trotzdem solide aufgestellt ist, kann das Bielefelder Unternehmen mitteilen, dass die Zinsen für die im März 2012 platzierte Anleihe, wie vereinbart ausgezahlt werden. Darüber hinaus kann ein im März fälliges Schuldscheindarleihen über 5 Mio. Euro termingerecht und aus vorhandener Liquidität zurückgeführt werden.

Foto: Seidensticker