Schuhe werden teurer
Da ist guter Schuh teuer: Kunden müssen seit diesem Jahr laut Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels beim Kauf ihrer Fußbekleidung deutlich tiefer in die Tasche greifen. Grund ist eine zunehmende Verknappung an Leder.
Im Rahmen der Düsseldorfer Schuhmesse GDS erklärte Brigitte Wischnewski, Präsidentin des Bundesverbands des deutschen Schuheinzelhandels (BDSE), dass die Preise für Schuhe seit Anfang des Jahres um 2,1% gestiegen sind. Obwohl die Schuhe der Sommersaison teils sehr früh reduziert wurden, seien die Durchschnittspreise für Fußbekleidung kontinuierlich teurer geworden. Herrenschuhe kosten im Schnitt 72,60 Euro, Damenschuhe liegen bei 58,90 Euro und Kinderschuhe bei 40,40 Euro.
Problematisch seien die Engpässe bei der Lederversorgung, so Ralph Rieker, Vorsitzender des Bundesverbandes der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS). So werde der Zugang zur Rohwahre zunehmend schwieriger. Grund dafür sei ein Mangel an Häuten durch sinkende Schlachtraten. Hinzu käme eine steigende Nachfrage aus fremden Industriezweigen etwa der Automobilindustrie.
Weiterhin warnte Rieker vor den Plänen der EU-Kommission zur verpflichtenden Kennzeichnung des Herkunftslandes von Lederwaren. Die deutsche Möbelindustrie hatte sich im Kampf gegen Billigimporte für eine solche eingesetzt. Dadurch bestehe laut Rieker die Gefahr, andere Länder pauschal zu diskriminieren. Schließlich stammen 52% der 297.000 Millionen nach Deutschland importierten Schuhe aus China. Mit einer Quote von 12%. folgt Vietnam.
Foto: The Art of Shoemaking/ über flickr








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