Patagonia und die gerupften Gänse
Der kalifornische Outdoor-Ausrüster widerspricht dem Vorwurf der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, die behauptet Patagonia würde lebendige Gänse für ihre Daunenjacken rupfen.
Patagonia verwendet laut eigenen Angaben nur Daunen von bereits getöteten Gänsen
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hatte die Woche behauptet, dass der Outdoorhersteller Patagonia, der sich eigentlich stark für Umweltschutz einsetzt, Daunen verwende, die lebenden Gänsen ohne Betäubung ausgerupft worden sind. Die Praktik soll in zwölf ungarischen Betrieben beobachtet worden sein. Allerdings tarne das Unternehmen diese Praktik, den sog. Lebendrupf, der in der EU verboten ist, mit dem Begriff „Mauserrupf„, der in der EU geduldet wird. Als Mauser bezeichnet man das Abwerfen und Neuwachsen von Federn bei Vögeln, wobei das Gefieder von alleine ausfällt.
Patagonia widerspricht den Vorwürfen von Vier Pfoten nun energisch. „Patagonia bezieht seine Gänsedaune bereits seit 2009 ausschließlich über die „Allied Feather and Down Corporation“, die ihre Gänsedaune ausschließlich von Schlachttieren bezieht“, heißt es zu dem Vorwurf. Ihren Daunen seien ausschließlich ein Nebenprodukt der Fleischerzeugung. Dies würde durch einen individuellen Zertifizierungsprozess sichergestellt. Man habe die Tierschutzorganisation aufgefordert die falsch recherchierten Informationen zu widerrufen.
Auf der Webseite der Vier Pfoten ist der Aufruf gegen Patagonia aber immer noch online. Die Organisation hält nicht viel von dem Verweis auf die zertifizierten Daunenlieferanten, weil diese nämlich die Daunen von einem deutschen Großhändler kaufe, der mit Lebendrupf-Daunen handele. Es bleibt abzuwarten, ob der Widerruf noch erfolgt.
Foto: Patagonia







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