Otto übertrifft die eigenen Erwartungen
Gut gelaufen: Der Hamburger Versender wächst im ersten Halbjahr um rund 4 Prozent und wächst damit stärker als geplant. Dank zahlreicher Initiativen entwickelt sich das Onlinegeschäft dynamisch, allerdings kämpfen auch die Hamburger mit den Marktbedingungen.
Otto übertrifft die eigenen Erwartungen
In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 (März bis August) hat der Versandhändler Otto ein seinen Umsatz währungsbereinigt um 4% steigern können. In Euro konnte allerdings nur ein Plus von 2,8% bilanziert werden, denn der starke Euro vermieste das Geschäft in Dollar, Pfund, Rubel und Yen. „Die Kurskapriolen schlagen voll durch“, sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader dem „Handelsblatt“. Insbesondere im Wachstumsmarkt Russland hat der Versender das zu spüren bekommen: „Dort haben wir auf hohem Umsatzniveau bis Ende August in Rubel um 19% zugelegt, in Euro bleiben 12%.“ Für das Gesamtjahr rechnet Schrader mit einem konzernweiten Umsatzplus für die Otto Group von 3,5%.
6 Milliarden Euro und ein Code für alle Fälle
Otto hat es geschafft – mit Internet-Spezialanbietern wie Limango oder mytoys und aufmerksamkeitsstarken Kampagnen – zum wichtigen eCommerce-Anbieter zu werden. Insgesamt 5,7 Mrd. Euro setzten die Hamburger im letzten Jahr im Netz um. Schrader rechnet damit weiter zweistellig zu wachsen und erstmals die 6 Mrd. Euro-Marke zu knacken. Schrader rechnet mit einem Umsatzwachstum von 570 Mio. Euro. Otto.de selbst wächst dabei um 10. Noch besser allerdings florieren die kleinen Internet-Pure-Player des Versenders: mytoys legte im ersten Halbjahr um 20% zu, limango sogar um knapp 29%. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der Konzern in diesen Bereich weiter investiert. Rund zwei Jahre nach dem Entwicklungsstart launchte der Konzern nun seine eigene inhouse-entwickelte Shoppingsoftware Lhotse. Mit der neuen Software will Otto noch schneller auf Kunden- und Marktbedürfnisse und unabhängig von bestehenden Standardlösungen reagieren können. Die neue Software kostete das Unternehmen bislang einen zweistelligen Millionenbetrag. Eine ähnliche Summe wollen die Hamburger noch einmal in deren Fort- und Weiterentwicklung investieren.
Leisten kann sich der Konzern die Investition schon, denn die eigenen Rendite-Vorgaben werden erfüllt. „Bereits im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir die Rendite (EBIT-Marge) von 2,2% auf im Handel vorzeigbare 3,3% erhöhen. Wie es derzeit aussieht, werden wir dieses ordentliche Niveau sicher halten können“, gibt sich Schrader optimistisch.







Kommentare
Keine Kommentare bisher.