Der Hamburger Versandriese forciert den russischen Markt. Um die gute Stellung im Land weiter auszubauen, erhält Otto Russia kräftige Zuschüsse in Millionenhöhe, mit denen die dortige Logistik ausgebaut werden soll.

Logistikzentrum Tver

Wird ausgebaut: das Logistikzentrum in Tver

Die Otto Group investiert 50 Mio. Euro vor dem Hintergrund des enormen Erfolg und der positiven Zukunftsprognosen in ihre russische Tochtergesellschaft. „Das Russland-Geschäft der Otto Group kann als Paradebeispiel für eine gelungene Expansion ins Ausland herangezogen werden“, so Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group. „Wir sind überzeugt, dass im russischen Distanzhandel noch viel Potenzial steckt – vor allem im E-Commerce, der bereits für über 50% der Handelsumsätze steht. Damit ist und bleibt Russland für uns einer der zukunftsträchtigsten Märkte im Online-Handel weltweit.“

Die Otto Group Russia soll mit dem Geld vor allem die Logistik ausbauen, denn es wird in den kommenden fünf Jahren mit einer Verdoppelung des eCommerce-Handels auf 19 Mrd. Euro gerechnet. Auch der Kataloghandel soll weiter anwachsen. Im Zuge dessen soll das Netz der Paketshops, in denen die Bestellungen abgeholt und Pakete abgegeben werden können, bis 2015 von etwa 350 Shops in 90 Städten auf über 1.000 Shops in 150 Städten erweitert werden. Außerdem soll die Fläche des Logistikzentrums in Tver verdoppelt werden, was etwa 700 neue Arbeitsplätze schafft.

Die Tochter Otto Group Russia ist innerhalb von sieben Jahren laut eigenen Angaben zum Marktführer im russischen Distanzhandel aufgestiegen. Rund ein Dutzend Marken tragen zum Umsatz von etwa 550 Mio. Euro bei. Spitzenreiter ist Bonprix mit einem Anteil von 200 Mio. Euro. Auch die anderen Otto-Marken OTTO, Quelle, Witt, Lascana und Meggy Mall gehören zur Spitze.

Fotos: Otto Group