Nur Hells Angels dürfen fliegende Totenköpfe tragen
Nachdem die Rockerclique Alexander McQueen und zwei große US-Retailer verklagt hatte, weil sie sich ihres Totenkopfmotives beraubt sahen, will Alexander McQueen die "gefährlichen" Produkte nicht weiter verkaufen und sogar von den Kunden zurückverlangen.
Alexander McQueen vs. Hells Angels. Wer den Kampf gewonnen hat, ist wohl klar
Die Hells Angels haben sich mal wieder durchgesetzt, diesmal jedoch nicht auf die rabiate Methode, sondern mit juristischen Waffen vor dem Gericht von Los Angeles. Nur acht Tage nach Einreichung ihrer Klage, wurde der Disput zwischen Alexander McQueen und den US-Retailern Zappos und Saks Avenue und der Rockerbande durch einen Vergleich friedlich beendet.
Auch wenn dies die schnellste juristische Einigung über Verletzung von Urheberrechten in der Fashionwelt ist, ist sie sicherlich aber nicht die günstigste. Der Anwalt der Hells Angels, Fritz Clapp, erklärte der Huffington Post, dass die beklagten Unternehmen den Verkauf der Produkte eingestellt hätten und dabei sind, die rockig-tödlichen Kollektionsteile von Alexander McQueen von den Käufern zurückzuverlangen. Er stellte jedoch klar, dass anders, all es das US-Magazin WWD berichtet hatte, es nicht zu einer Vernichtung der Waren mit dem fliegenden Totenkopfmotiven kommen soll. Hier müsse man unterscheiden, um was es sich für Produkte handelt, sonst wäre es „überreagiert“, so Clapp beschwichtigend.
WWD berichtete, dass sich die Unternehmen am vergangenen Dienstag darauf geeinigt hätten, bereits verkaufte Ware zu vernichten. Die Forderung nach Schadenseratz, der den Hells Angels durch den Verkauf der Ware mit den „tödlichen“ Symbolen entstanden, bleibt aber derzeit noch offen. Es kann aktuell nicht abgeschätzt werden, wie viele Teile insgesamt verkauft wurden sind, um so den Schaden (bzw. den Gewinn) zu beziffern, so Clapp weiter.
Der Anwalt warnte indirekt mögliche weitere Nachahmer: Die Hells Angels glauben, dass ihre Symbole ihnen ganz exklusiv gehören. „Nur Mitglieder dürfen sie tragen, nicht aber jemand der sich einen Ring für 495 Dollar kauft.“
Foto: Hells Angels/Alexander McQueen





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