Neustart für Rosner
Die Weber & Ott AG gibt Details zur Übernahme des insolventen Hosen-Anbieters aus Ingolstadt bekannt und erläutert, wie der Marke wieder auf die Beine geholfen werden soll. Eigenständigkeit und DNA sollen erhalten bleiben, aber die Kollektionen werden neu ausgerichtet.
Rosner: Die avantgardistische Hose in der Stammabteilung wiederbeleben
Wie berichtet hat die Weber & Ott AG die Marke Rosner zum 1. August 2013 übernommen. Im Zuge dessen wurden auch 33 Mitarbeiter des Hosenherstellers übernommen. Die Auslieferungen für die aktuelle und die Produktion für die bevorstehenden Saisons sind gesichert. Die aktuelle Herbst/Winter-Ware wird noch über den Insolvenzverwalter ausgeliefert. Weber & Ott zeichnet für die Produktion und Auslieferung der Kollektion Frühjahr/Sommer 2014 verantwortlich.
Nun hat die Weber & Ott Geschäftsführung vorgestellt, wie sie die Marke Rosner in Zukunft aufstellen will, um sie zurück in die Gewinnzone zu bringen. Zunächst einmal sollen Kosteneinsparungen erfolgen, etwa dadurch dass die Bereiche Logistik, IT, Personal, Produktion, Einkauf und Buchhaltung ab sofort von Forchheim, dem Unternehmenssitz von Weber & Ott, gesteuert werden. Der Vertrieb, das Marketing und die Kollektionsentwicklung durch das bisherige Designteam werden „im Sinne einer eigenen Rosner DNA“ weiterhin in Ingolstadt verantwortet.
Nach dem Abgang von Geschäftsführerin Friederike Zellner übernimmt Weber & Ott Vorstandschef Enrico Tomassini interimsweise die Leitung des operativen Geschäfts der neu gegründeten Rosner Avantgarde Mode GmbH. Er ist optimistisch, dass er Rosner wieder zurück auf den Erfolgspfad bringen kann: „Wir haben insgesamt eine sehr gute Resonanz des Marktes erfahren. Die Tatsache, dass ein kompetenter Anbieter die Geschäfte bei Rosner übernimmt, wichtige Synergien genutzt und Kosten entscheidend gesenkt werden können hat der Handel äußerst positiv aufgenommen. Wir werden neues Vertrauen schaffen, unsere Ziele konsequent verfolgen und Rosner wieder zum Erfolg führen“, so Tomassini.
Beim Design ist es das erklärte Ziel, die Eigenständigkeit der Kollektion zu erhalten und Rosner zu alter Stärke der avantgardistischen Hose in der Stammabteilung zurückzuführen. Dabei liegt der Fokus zunächst auf dem Kern- und Heimatmarkt Deutschland. Hier soll verstärkt die modische Kundin 35+ angesprochen werden – mit bewährten Passformen, aber einer deutlich konzentrierten Anzahl von Modellen. Gleichzeitig kehrt man zu den alten Preislagen zurück, die man 2011 im Zuge der Neuausrichtung erhöht hatte: Mit Preisen von 89 bis 129 Euro soll die Kollektion in Deutschland wieder stammabteilungsfähig gemacht werden.
Rosner – die avantgardistische Hose – Kollektion F/S 13
Fotos: Rosner






Kommentare
Keine Kommentare bisher.