Net-a-porter steht nicht zum Verkauf
Net-for-sale: Um Spekulationen endlich zum Verstummen zu bringen, äußert sich der schweizerische, sonst eher verschwiegene Luxuskonzern nun doch und stellt klar, dass seine eCommerce-Sparte nicht zu haben sei.
Normalerweise äußere sich die Compagnie Financière Richemont SA nicht zu Gerüchte, aber hier war ein eindeutiges, wenngleich knappes Statement erforderlich, um den Spekulationen der letzten Monate Einhalt zu gebieten. Der Konzern mit Sitz in Genf wollte es am Donnerstag dennoch ein für alle Mal klarstellen: „Die Net-a-porter-Group steht nicht zum Verkauf“. Weitere Kommentare dazu werde es nicht geben.
Net-a-porter ist ein in London ansässiges Internet-Handelshaus, dass sich auf den Verkauf von Luxusmode und Accessoires spezialisiert hat. Der schweizerische Konzern hatte das Unternehmen 2010 übernommen. Der Unternehmenswert belief sich damals auf mehr als eine halbe Milliarde Dollar. Seit dem wächst der eTailer rasant, allein in den letzten Monaten erneut zweistellig. Spekulationen über einen möglichen Verkauf gibt es schön länger, zuletzt hatte die italienische Zeitung Il Sole 24 Ore berichtet, dass sich Net-a-Porter in Übernahme- und Fussionsgesprächen mit dem italienischen Konkurrenten Yoox befände.
Foto: Screenshot der Net-a-porter Webseite








[…] Die Hochpreisstrategie eignet sich vor allem für Produkte mit starken Marken. Alleinstellungsmerkmale wie Image, Qualität, Innovation und hohe Kundenbindung halten die Preiselastizität der Nachfrage gering. Für die Zielgruppe dieser Produkte spielt der Preis also eine untergeordnete Rolle, Kunden suchen eher nach persönlicher Reputation durch Innovation. Ein klassisches Beispiel sind Designer-Taschen, die in der Produktion nur etwas mehr kosten als No-Name-Taschen, der Klientel aber den größtmöglichen Status-Schub verleihen. Kosten und Nutzen stehen hier objektiv betrachtet in keinem Verhältnis, doch je teurer die Marke, desto höher steigt die Nachfrage. Natürlich spielen hier auch andere Marketing-Maßnahmen (wie Knappheit und Promi-Placement) eine Rolle. Online-Händler, die im Hochpreisbereich besonders aktiv sind, heißen, Stylebob, Mytheresa und Net-a-Porter. […]
[…] The high-price strategy is especially suitable for products with strong brands. Unique selling propositions such as image, quality, innovation and high customer connectivity keep the price elasticity of the demand low. Thus, the price plays a minor part to the target group of those products- the customers rather search for personal reputation caused by innovation. Classic examples are designer-bags whose production costs only a bit more than no-name-bags but that provide the customers the maximal status boost. In all objectivity, cost and benefit are totally out of proportion but the more expensive the brand the more does the demand grow. Certainly, other marketing measures (such as limited amount and celebrity-placement) are to be mentioned. Examples for online retailers in the high price segment are Stylebob, Mytheresa and Net-a-Porter. […]