Der US-Designer, der irgendwie den Status eines Celebrities hat, aber offenbar nicht haben will, drischt verbal via Instagram auf eine Journalistin der New York Post ein, die seine Vergangenheit portraitierte. Mehr PR ist ihm sicher!

Am Montag veröffentlichte die New York Post auf Seite 6 einen Artikel, in dem es um eine angebliche Orgie mit Marc Jacobs ging. Daraufhin verließ er mit öffentlicher Erklärung in Form einer Instagram-Collage die auf Schwule ausgerichtete Dating-App Grindr, weil er seine Privatsphäre durch allzu öffentlichkeitsinteressierte Mitstreiter nicht mehr gewahrt sah. Kurz darauf schrieb er ebenfalls auf Instagram einen „offenen Brief“ an Maureen Callahan. Die hatte in der Wochenendausgabe der New York Post ein Portrait des 52-jährigen Designers veröffentlicht, dass – wie man der Überschrift Was ist nur los mit Marc Jacobs? Geheimnisse um schwierige Geschäfte und bizarres Verhalten schon entnehmen kann – nicht ganz schmeichelhaft war. Callahan karikierte sein Schaffen, mutmaßte (wie andere auch), dass er bei Louis Vuitton gefeuert wurde, ätzte, dass sein eigenes Modehaus nicht aus den Puschen kommt, und garnierte das Ganze mit ein paar Sex- und Drogenstories aus den seiner frühen (und wilden) Schaffensphase.

Kein Wunder, dass Jacobs, der für das Portrait nicht selbst zitiert wurde, frustriert war: „Mädchen, ich verstehe deinen Schmerz. Du bist eine kranke Frau. Es muss ein trauriges, unerfülltes und einsames Dasein sein, wenn man für das „Schreiben“ eines Artikels bezahlt wird, der nur aus aus dem Zusammenhang gerissenen Informationen besteht, die andere Journalisten über Jahre, in verschiedenen Ländern tatsächlich für Zeitungen geschrieben haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du darunter leidest, dein Leben und deinen Namen darauf aufzubauen, für die schlechteste, trashigste und die unverantwortlichste „Zeitung“ (lol) zu arbeiten…“ Er nimmt sie ins Gebet dafür, dass es er als „kreatives Individuum“ auch Gefühle, Interessen, sexuelle Vorlieben und ein berufliches Auf und Nieder habe, die eigentlich nicht in einem Artikel ausgerollt werden sollten. In den sozialen Netzwerken erhielt Marc Jacobs für seinen verbalen Rückangriff viel Beifall. Über 2.000 Follower kommentierten seinen Post, einige fragten aber auch, warum sie zur Orgie nicht eingeladen waren (lol).

An open letter to MAUREEN CALLAHAN Girl, I think I understand your pain. You’re a sick woman. It must be such a sad, unfulfilling and lonely existence to get paid for „writing“ (I use the term loosely) an article put together from out of context information „written“ by other journalists over a period of time, for different periodicals, in different countries. I can’t even imagine your suffering having made a life and name working for what has to be the worlds worst, trashiest, and most irresponsible of „newspapers“ (LOL)! I can imagine the powerful and fulfilling feeling you must feel with each piece you „write“ that helps yourself and your readers feel better about their lives by putting down others who are so fortunate as to have been blessed with a genuine passion for creation. Those creative individuals who like everyone else has feelings, a sexual appetite, „issues“, character defects, and professional ups and downs. If you were a real writer and not the parasite feeding off of the successes and failures of others I wouldn’t bother writing my thoughts here. I do feel sorry for you. Please know you are in my prayers. I hope you will someday find something, somewhere that gives you pleasure…and not at another’s expense. Should that moment happen for you, please don’t thank me. I only wish the best for everyone. Even you. Sincerely and disrespectfully, Marc (Jacobs). #lethimwhoiswithoutsincastthefirststone #youwannacomeforme?

Ein von Marc Jacobs (@themarcjacobs) gepostetes Foto am