Über eine französische Fashion-Ikone, die Männer-Modeschauen in London, die Leute auf der Pitti, die Vermarktung auf Instagram, den Neustart der ehemaligen Mulberry-Designerin und ein Branchentreffen in Bielefeld

Quickies_2015-06-18

 

Carven

Stattliche 105 Jahre wurde die französische Modeschöpferin Marie-Louise Carven. Diesen Monat starb sie. Die zu Lebzeiten rund 1,55 Meter große Madame Carven wurde bekannt, weil sie Mode für kleine und zierliche Frauen schuf. Neben Coco Chanel ist sie eine der ganz großen Designerinnen Frankreichs. Ihr Stil lebt heute weiter als verspielte, mädchenhafte „Contemporary Brand“. Ein lesenswerter Nachruf in der FAZ.

London Collections: Men

Momentan ist man in Menswear-Dingen auf der Pitti in Florenz unterwegs. Die Woche davor gehörte aber der Londoner Modeszene. Die auf der London Collections: Men gezeigten Entwürfe zeigen in eine deutlich feminine Richtung bzw. die Aufgabe von typisch maskuliner Mode. Es gab Spitze bei Burberry, Lackschuhe und Handtäschchen bei Jonathan Anderson, geschnürte Leder-Hotpants bei Sibling sowie Triangle-Bikinis bei Christopher Shannon. Rosa ist bei Männern ja schon längst etabliert – man braucht ja nur einen Blick auf die Renter auf dem Golfplatz werfen. Christopher Bailey meinte wohl nicht zu unrecht: „Manche Männer werden es tragen, andere nicht.“ Die meisten wohl eher nicht. Einen Rückblick liefert die Welt und eine amüsante Fotostrecke gibt es bei Spiegel Online.

Pitti People

Apropos Pitti Uomo: Die Florentiner Menswear-Messe setzt jede Saison neue Styling-Maßstäbe. Anlässlich der 88. Ausgabe hat das Onlinemagazin Complex die wichtigsten Ratschläge für ein gelungenes Menswear-Outfit zusammengetragen: Bauchgefühl, Spaß und keine Turnschuhe sind die Basis. Wer mehr Inspiration braucht, findet bei Highsnobiety eine Fotostrecke mit den besten Street-Styles auf der Messe.

Pixie Curtis

Von dem australischen Mädchen haben Sie noch nichts gehört? Sollten Sie aber! Die „Internetprinzessin“ hat schließlich mehr als 109.000 Follower. Ihre Mutter ist PR-Fachfrau und Instagram-Power-User. Sie stellt ihre 3-Jährige Tochter in allerlei Luxusklamotten ins Netz und hat sogar eine Firma mit ihrem Namen aufgebaut. Mehr über Kinderarbeit und die Vermarktung des eigenen Nachwuchses gibt’s bei der Welt.

Emma Hill

Die ehemalige und sehr geschätzte Kreativdirektorin von Mulberry, Emma Hill, macht sich selbstständig. Im September stellt sie ihre neue Accessoires-Linie „Hill & Friends“ im Rahmen der Londoner Fashion Week vor. Kurz darauf, soll die Kollektion dann bei Net-a-Porter erhältlich sein und über kurz oder lang um Ready-to-wear ergänzt werden, weiß die Vogue.

 Katag

Die Modebranche schmückt sich gern mit Prominenz. Zur Katag-Cheftagung kamen Barbara Schöneberger, Wladimir Klitschko, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, DM-Gründer Prof. Götz W. Werner und gut 500 andere Gäste. Gemeinsam plauderte man mit Katag-Chef Dr. Daniel Terberger über die Situation im Einzelhandel, den Wandel in der Modebranche und Fachkräftemangel. Ein Fazit für Händler: „Nur wenn sich die Herzen öffnen, öffnen sich die Geldbeutel“, berichtet das OWLJournal.