Mall of Ku’damm: Karstadt ist dabei
Die Berliner Prestige-Filiale der Essener Warenhaus-Gruppe steht vor dem nächsten großen Schritt. Obwohl die letzte Modernisierung gar nicht so lange zurückliegt, soll an die Stelle ein Neubau rücken. In dieser neuen „Mall of Ku’damm“ wird Karstadt dann Ankermieter. Die Hoffnungen an das Projekt sind groß.
Ade Karstadt: Die Fassade, die über 40 Jahre das Bild des Ku’damms prägte, wird wohl 2017 abgerissen
Statt dessen entsteht diese neue Skyline: Ein Entwurf des Schweizer Architekturbüros HHF
Karstadt reloaded: Für die neue „Mall of Ku’damm“ wird die Karstadt-Immobilien und angrenzende Häuser einbezogen (Darstellung stark vereinfacht)
Ab März 2017 soll die Karstadt-Filiale am Kurfürstendamm geschlossen werden. Die Schließung ist nur vorübergehend, bis der Bau des Einkaufszentrums, der dort erfolgen soll, abgeschlossen ist. Karstadt soll dann im neuen Center, das „Mall of Ku’damm“ genannt wurde, Ankermieter werden.
Die Bauzeit des neuen Centers wird auf rund vier Jahre geschätzt, mit der (Wieder-)Eröffnung ist also in 2020 oder 2021 zu rechnen. Von den 80.000 qm Bruttogeschossfläche sind 65.000 qm für Retail und 3.500 qm für Gastronomie vorgesehen. Aktuell verfügt die Anfang der 70er Jahre erbaute Karstadt-Filiale auf acht Etagen über rund 35.000 qm. Wie viel Platz sie in der neuen „Mall of Ku’damm“ neben den rund 230 anderen Shops einnehmen soll, ist noch nicht geklärt, aber unabhängig davon rechnet Karstadt-CEO Dr. Stephan Fanderl nach dem Umbau mit einer erheblichen Frequenzsteigerung: „In der Summe ist die Chance eines Neubaus der Filiale Berlin Ku‘damm vor einer neu entstehenden Mall wirtschaftlich sehr gut. Wir erwarten uns davon nicht nur mehr Frequenz, sondern auch eine erhebliche Aufwertung unserer Verkaufsfläche.“
Die endgültige Entscheidung über den Umbau ist u.a. vom Votum des Karstadt-Aufsichtsrats und einer entsprechenden Vereinbarung mit den Projektpartnern abhängig. Für die Mitarbeiter werden während des Umbaus nach sozialverträglichen Lösungen gesucht, denkbar ist bspw. die Weiterbeschäftigung in einer anderen Filiale. Die Wiedereinstellung in der neuen Filiale am Ku‘damm wird angestrebt, heißt seitens Karstadt.
Hinter dem Projekt „Mall of Ku’damm“ steht wie der Name vermuten lässt, der Immobilienunternehmer Harald Huth, der mit seiner Firma HGHI bereits die prestigeträchtige „Mall of Berlin“ entwickelt hat. Gemeinsam mit Karstadt-Eigner Rene Benko und dessen Signa-Holding will er das ehemalige Wertheim-Areal am Ku’damm entwickeln. Dafür hat die Projektgesellschaft auch bereits angrenzende Immobilien (Ku’damm 229 und Rankestraße 5-6) gekauft.
Visualisierung: HHF







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