München ist anders und setzt die Maßstäbe hoch: Der traditionsreiche Einzelhändler vom Münchner Marienplatz kann nach neun Monaten erneut ein leichtes Umsatzplus verbuchen. Der Gewinn konnte sogar deutlich gesteigert werden.

Ludwig Beck rechnet mit einem extrem guten Weihnachtsgeschäft

Die Münchner Ludwig Beck AG hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres den Bruttoumsatz um 1,2% auf 70,4 Mio. Euro steigern können. Filialbereinigt (d.h. ohne den Standort in Augsburg und die Esprit-Filiale im OEZ) stieg der Umsatz sogar um 3,6%. Das Stammhaus am Marienplatz inkl. Fünf Höfe verzeichnete sogar einen Umsatzsprung von 66,1 Mio. Euro um 4,1% auf 68,8 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 6,2 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro, was einem Anstieg von 22,7% entspricht. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass das EBIT im Vorjahr mit Sondereffekten aufgrund des 150-jährigen Jubiläums belastet war. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 23,7% auf 6,2 Mio. Euro. Das Periodenergebnis (vor Minderheitsanteilen) betrug 4,1 Mio. Euro, wobei der Gewinn im Vorjahr (2,4 Mio. Euro) durch eine steuerliche Betriebsprüfung belastet war.

Vorstand Dieter Münch ist durchaus optimistisch, dass sich die erfolgreiche Entwicklung in den nächsten Monaten weiter fortsetzen wird: „Eine Unsicherheit im Kaufverhalten aufgrund einer sich eintrübenden Konjunktur können wir nicht feststellen. München hat eben eine Ausnahmestellung und ist in vielerlei Hinsicht das Maß der Dinge.“ Das vierte Quartal ist aufgrund des Weihnachtsgeschäfts traditionell das umsatzstärkste und die Münchner sind guter Dinge, dass die Vorjahresvorgaben noch einmal übertroffen werden können. Das Management hält daher weiter an einer filialbereinigten Umsatzsteigerung zwischen 2 und 3% fest und rechnet mit einem EBT zwischen 10 bis 12 Mio. Euro.