Liberty of London wird von Private Equity Fund gekauft
Die US-amerikanische Private Equity Firma BlueGem hat heute ein Angebot für den Kauf der britischen Department-Store-Kette Liberty abgegeben. Liberty of London soll nach Plänen der neuen Eigentümer von der Börse genommen werden und sich ganz auf Handel konzentrieren.
Der amerikanische Investors BlueGem gab über eine Tochterfirma ein Angebot von insgesamt 42 Mio. Pfund für knapp 87% der Anteile an der Liberty Plc ab.
Bereits Anfang Mai wurde bekannt, dass BlueGem Capital Partners ernsthafte Verhandlungen mit dem britischen Luxusretailer führte, der u.a. auch die Liberty of London Boutiquen betreibt. Die Einigung unterlag zu dem Zeitpunkt noch der Zustimmung des bisherigen Mehrheitsanteilseigners, der Londoner Immobiliengruppe Marylebone Warwick Balfour Group (MWB). MWB hielt 68% der Anteile an Liberty plc., die derzeit noch am Alternative Investment Market (AIM) gelistet ist.
Die Bilanz von Liberty war in der letzten Zeit eher mau: Verluste und negative Cashflows und sogar drohende Illiquidität beschäftigten das Management. Der neue Eigentümer BlueGem will das Unternehmen von der Börse holen und den Fokus verstärkt auf die Retailaktivitäten ausrichten. Außerdem ist BlueGem bereit Investitionen in nicht genannter Höhe in das Unternehmen zu investieren. Zudem hofft man, von der Retail-Erfahrung des Investors profitieren zu können.
Liberty of London beschreibt sich selbst als hoch innovatives Kaufhaus für Kleidung und Luxusartikel – die englische Ikone am Shopping-Himmel. Der Umsatz im Jahr 2009 lag bei rund 60 Mio. Pfund. Die Marktkapitalisierung lag zum Jahresende bei 59 Mio. Pfund. Durch den im Februar 2009 Umgestaltung des Flagship Stores in der Regent Street, die medienwirksam als „Renaissance of Liberty“ inszeniert wurde, erreichte Liberty zum ersten Mal ein positives Ebitda.
Anfang Mai diesen Jahres launchte Liberty of London in Kooperation mit der Italienischen Slowear Group die erste eigene floral anghauchte Menswear Kollektion. Eine Frauenkollektion sollte folgen, sobald der richtige Partner gefunden geworden sei. Ob die Pläne unter dem neuen Eigentümer so aufrechterhalten werden können, ist noch fraglich.






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