Li & Fung: Der Riese aus Fernost
Die chinesische Gruppe mischt immer öfter in Europa mit. Nach der Übernahme von Cerruti, wurde jetzt auch der der französischen Schuhhersteller Robert Clergerie akquiriert. Und Schluss ist noch lange nicht: Bis 2013 sollen die Umsätze verdoppelt werden.
Vor über 100 Jahren begann es eigentlich ganz unspektakulär: damals gründeten Li To-ming und Fung Pak-liu ein Handelsgeschäft für chinesische Waren – heute ist daraus ein milliardenschwerer Konzern geworden, der überall auf der Welt agiert. Die beiden Brüder Dr. Victor K Fung (Chairman) und Dr. William K Fung (Managing Director Li & Fung Ltd.) haben mit der Li & Fung Group ein internationales Imperium mit drei Standbeinen aufgebaut – der Sourcing- und Distribution-Tochter Li & Fung Limited, die für Unternehmen wie Liz Claiborne, JC Penney, H&M, Esprit, Inditex oder Etam die Produktion und Logistik übernimmt oder Lizenzen hält, der Handelstochter Convienience Retail und dem in Asien aktiven Luxus-Retailer Trinity Limited, die sechs Menswear-Brands vertreibt, darunter Salvatore Ferragamo und seit kurzem auch Cerruti 1981.
Ende März hat die Li & Fung Gruppe über eine Beteiligungsgesellschaft die Mehrheit (90%) am letzten unabhängigen französischen Schuhhersteller Robert Clergerie übernommen. Und diese Übernahme scheint nicht die letzte zu sein. So spekuliert die Fachpresse, ob Li & Fung auch bei der Übernahme von Gaultier im Rennen sein wird.
Die Pläne für die Gruppe sind jedenfalls sehr ehrgeizig: Allein die Tochter Li & Fung Limited, die rund 95% des Gesamtumsatzes der Gruppe erlöst, plant ihren operativen Gewinn bis 2013 von derzeit umgerechnet 510 Mio. Euro auf über 1 Mrd. Euro zu verdoppeln. In 2010 erhöhten sich die Umsätze um 19% auf umgerechnet mehr als 11,1 Mrd. Euro.







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