Die Diskussionen um die Hilfen für Griechenland und die (In)Stabilität des Euros verunsichern Verbraucher und versetzen der Konsumlaune einen Dämpfer, so die aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts GfK.

Bundesbürger sind im Mai weniger in Konsumlaune

Nach der GfK-Konsumklimastudie für den Mai 2010 sind die Verbraucher verunsichert und halten ihr Geld zusammen. Insgesamt erleidet der Index einen leichten Rückgang von prognostizierten 3,7 Punkten im Mai auf 3,5 Punkte im Juni.

Nach der Studie sehen sowohl die Konjunktur- und die Einkommenserwartung düsterer aus als in den Monaten zuvor. Die Bürgen sehen die konjunkturelle Erholung Deutschland gefährdet und glauben an eine höhere Inflation. Die Konsumfreude, die im April dem Konsumklima-Indikator noch ein deutliches Plus beschert hat, wird dadurch deutlich eingetrübt. Der Index sank aufgrund der permanenten Kostendebatte von 22,5 Punkten im April auf 3,9 Punkte im Mai.

GfK Konsumklima Indikator seit 2004 (Stand: Mai 2010)

Die Verbraucher befürchten, dass die Rettungspakete für Griechenland und andere Süd-EU-Staaten und der schwache Euro den wirtschaftlichen Aufschwung beeinträchtigen könnten. Die positiven Exportzuwachsraten, der stabile Arbeitsmarkt und ein im ersten Quartal gestiegenes BIP können die Verunsicherung nicht reduzieren. Viele Verbrauchen gehen davon aus, dass die Staatsschulden trotz enormer Sparmaßnahmen durch weitere Rettungspakete ansteigen werden. Dies trübt die eigenen Einkommensaussichten. Auch die Anschaffungsneigung verliert zum vierten Mail hintereinander, von 21,6 auf 18,1 Punkte. Die Verbraucher glauben, dass ihre Kaufkraft wegen der drohenden Inflation sinken wird.

Die GfK geht aber davon aus, dass sich das Konsumklima erholen kann, wenn sich die Diskussionen um die Euro-Stabilität und die Staatsschulden legen werden. Es „bestehen gute Aussichten, dass sich dass die günstigen Rahmenbedingungen wieder mehr in den Vordergrund rücken. Dann wird sich auch der Konsum trotz der krisenbedingten Herausforderungen stabilisieren können.“ so die Marktforscher.