Kaufhof will Karstadt nicht mehr
1000 Mal gefragt, 1000 Mal ist nichts passiert – und dann hat Metro-Chef Cordes das Interesse verloren. Die angestrebte Fusion zur Warenhaus-AG ist erst mal vom Tisch. Kaufhof steht seiner Meinung auch ohne Karstadt gut da.
Die Kaufhof-Mutter Metro hat den Plan, Karstadt und die Galeria Kaufhof zu einer gemeinsamen Warenhaus AG zusammenzulegen, wohl endgültig begraben. In einem Interview mit dem Magazin Spiegel erklärte Metro-Vorstandschef Dr. Eckhard Cordes, dass sich das Thema „erledigt“ habe, da die andere Seite (Berggruen und sein Tross) es offenbar anders sehen und kein Interesse am Zusammengehen der beiden Ketten hätten. Cordes erklärte darüber hinaus, dass Kaufhof erfolgreich seinen Weg gehe. „Wir brauchen Karstadt nicht“, machte er dem Magazin gegenüber deutlich. Überdies sei es schwierig, den den Zustand des Unternehmens zu beurteilen. Die besonderen Erleichterungen durch den bis Herbst 2012 laufenden Sanierungsmietvertrag sowie reduzierte Mieten geben keinen Aufschluss darüber, ob und wie gesund Karstadt arbeite.
Cordes und der Kaufhof-Chef Lovro Mandac hatten bei Karstadt nach dem Zusammenbruch des Arcandor-Konzerns für „einen großen deutschen Warenhauskonzern“ geworben. Den Zuschlag hatte dann aber im Herbst letzten Jahres aber der US-Investor Nicolas Berggruen erhalten, der eine Einzellösung bevorzugt.








Kommentare
Keine Kommentare bisher.