Saubere Sache: Der Idsteiner Outdoorausrüster will bis 2020 vollständig auf den Einsatz von Fluorchemie verzichten. Für dieses Ziel arbeitet das Unternehmen mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht und der Hochschule Fresenius zusammen und stockt das Budget für umweltschonende Maßnahmen weiter auf.

Jack Wolfskin ŸPressekonferenz

Einen Schritt weiter: Jack Wolfskin will bis 2020 komplett ohne PFC-Schadstoffe auskommen

Jack Wolfskin übernimmt eine Vorreiterrolle für die saubere Produktion von Outdoor-Bekleidung. Nach der Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation und der Veröffentlichung eines Lieferantensozialberichts hat sich das Unternehmen nun vorgenommen, komplett aus der Fluorchemie auszusteigen. Bis 2020 soll die bis heute noch nicht vollständig mögliche Substitution von per- und polyfluorierten Chemikalien (kurs: PFC) gemeistert werden.

Dafür ist das Unternehmen eine langjährige Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht (Zentrum für Material- und Küstenforschung) eingegangen, das die Verbreitung und Umweltrelevanz von PFC untersuchen soll. Parallel arbeitet das Unternehmen ab dem nächsten Jahr mit der Hochschule Fresenius zusammen, die Jack Wolfskin bei der Material- und Anwendungsforschung unterstützen soll. Gemeinsam sollen PFC-freie, aber trotzdem wasser-, öl- und schmutzabweisende Materialien entwickelt werden, die es aktuell noch nicht gibt. Zusätzliche Unterstützung erhält Jack Wolfskin von EcoAid by Manfred Krautter das Unternehmen bei der Optimierung der Sicherheit und Nachhaltigkeit von Produkten und den zugehörigen Lieferketten.

„Somit verpflichten wir uns zu einer nie dagewesene Veränderung in einer unserer Schlüsseltechnologien, damit wir auch in Zukunft unsere Kunden nicht im Regen stehen lassen“, formuliert es COO Christian Brandt. „Sicher haben wir einen langen und steinigen Weg vor uns, aber mit unserem Know-how und erstklassigen und hoch renommierten Kooperationspartnern an unserer Seite sind wir sicher, diesen Weg schaffen zu können“, ergänzt Michael Rupp, CEO von Jack Wolfskin.

Jack Wolfskin liegt Umweltschutz am Herzen. Aktuell investiert das Unternehmen jährlich einen sechststelligen Betrag, um für einen sauberen Produktionsprozess zu sorgen. Das Budget soll zukünftig weiter erhöht werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Foto: Jack Wolfskin / via obs