Nix mehr mit Trade-with-me? Die Berliner tradewithme GmbH & Co.KG hat bereits Ende November einen Insolvenzantrag gestellt. Jetzt ist das Unternehmen auf der Suche nach einem Investor, damit weiter gehandelt werden kann.

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mischmasch sollte neben dem Premium-Label hüftgold die mittlere Preisebene abdecken

Das Berliner Modeunternehmen tradewithme hat am 26. November beim Amtsgericht Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt (AZ: 36t IN 5627/14). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Joachim-Voigt-Salus bestellt. Ziel ist des Verfahrens ist es, die vertragsgemäße Auslieferungen der kommenden Frühjahrkollektionen im Januar sicherzustellen. Entsprechende Vereinbarungen mit Lieferanten und Logistikpartnern wurde getroffen, bestätigte Voigt-Salus.

Die Auslieferung der Sommerkollektion 2015 hängt vom Verlauf der Investorensuche ab. Bei der Käufersuche wurde der auf Insolvenzfälle spezialisierte M&A-Vermittler Advantum eingeschaltet. Er soll bis zum 1. Februar einen Käufer finden. „Das Interesse an dem Unternehmen ist erwartungsgemäß sehr hoch, was an der starken Marke hüftgold liegt“, so Milan Veldscholten von Advantum. „Eigentlich ist der Name hüftgold gut belegt. Was wir brauchen, ist ein passender Investor“, so Geschäftsführer und Creative Director Morten Naumann.

Grund für die Insolvenz waren die schlechten Vorverkäufe im Sommer 2015, auch die Sofortkäufe liefen schleppend. Weil das Unternehmen keine großen Rücklagen hatte, wurde es finanziell eng. Insgesamt kämpft das Unternehmen mit dem rückläufigen Geschäft mit Tüchern und Schals, was zum einen am gesättigten Markt liegt und dem steigenden Wettbewerbsdruck liegt.

Die 2003 mit Lederarmbändern gestartete Marke Hüftgold vermarktet ihre Accessoires-Kollektionen (Gürtel, Taschen, Schals, Tücher und Modeschmuck) bei rund 700 Kunden im deutschsprachigen Raum. Im Januar 2013 wurde das preisgünstigere Label mischmasch mit ähnlicher Sortimentsstruktur am Markt eingeführt.