Hugo Boss setzt auf Einzelhandel
Vom Modemacher zum Modehändler: Der Metzinger Modekonzern wird langsam zum professionellen Filialisten. Allein im letzten Jahr ist die Anzahl der Filialen um 100 auf 550 eigene Geschäfte gestiegen.
„Wir haben uns vorgenommen, Hugo Boss in den kommenden Jahren als einen professionellen Einzelhändler im weltweiten Segment für Premium- und Luxusbekleidung zu etablieren”, so lautete das Statement des Vorstandsvorsitzenden Claus-Dietrich Lahrs auf der am Dienstag stattgefundenen Hauptversammlung.
Den Schwenk hin zum Filialisten lässt sich Lahrs einiges kosten – knapp 70 Prozent der gesamten Investitionen entfielen im letzten Jahr auf den Einzelhandel, konstatierte Lahrs. Mittlerweile gibt es ein Retail-Netzwerk mit rund 550 konzerneigenen Hugo Boss Läden – rund 100 mehr als im Vorjahr. Damit ist Hugo Boss im abgelaufenen Geschäftsjahr um 30% auf 691 Mio. Euro gewachsen, während der Gesamtumsatz nur um 11% auf 1,729 Mrd. Euro gestiegen war. Der Retail-Anteil am Gesamtumsatz soll von derzeit 40% (2009: 33%) auf 50% steigen.
Für das laufende Jahr bekräftigte Lahrs die Prognose den Umsatz währungsbereinigt um mindestens 12% zu steigern. Bis 2015 soll der Gesamtumsatz dann 2,5 Mrd. Euro erreichen.






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