Gerry Weber senkt Umsatzprognose
Einen Gang zurück: Das deutsche Modeunternehmen musste seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2012/13 erneut nach unten korrigieren. Schlechte Wetterbedingungen, aber auch die Flächenexpansion führten zu einer geringeren Umsatzentwicklung als erwartet.
Übt sich in Bescheidenheit: Gerry Weber
Per Ad-hoc-Meldung ließ die Gerry Weber International AG verlauten, dass die Geschäftsentwicklung hinter den Erwartungen zurückbleibe. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen rechnet der Konzern mit weniger Umsatz. Insbesondere der Abverkauf der Herbst- und Winterware war durch den milden Winter gebremst worden. Der darauf folgende Kälteeinbruch im Frühjahr wiederum sorgte dafür, dass der Verkauf der Sommerware erst im Juni und Juli Fahrt aufnahm.
Auch die Flächenexpansion brachte nicht den erwarteten Umsatzschub, sondern ging zu Lasten der Profitabilität: „Unsere neuen Filialen starteten in dem bereits beschriebenen schwierigen Marktumfeld, so dass ihre Umsatzentwicklung langsamer vonstatten ging, und nicht den geplanten Ertragsbeitrag leisten konnte“, so das Unternehmen. Seit Beginn des Jahres wurden 42 neue Geschäfte eröffnet, viele davon waren Monolabel-Stores der Marken Taifun und Samoon.
In den ersten neun Monaten reduzierte sich das operative Ergebnis (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr von 66,7 Mio. Euro auf 60,7 Mio. Euro, was ein Rückgang von 9% bedeutet. Allerdings habe sich die Lage im 3. Quartal von Mai bis Juli 2013 leicht stabilisiert. Dennoch reduzierte das Unternehmen sein selbstgestecktes Umsatzziel für das Jahr 2012/13 von 860 bis 870 auf nun 850 Mio. Euro. Beim operativen Ergebnis fiel die Prognose noch bescheidener aus und wurde von 120 auf 105 Mio. Euro reduziert.
Foto: Gerry Weber







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