Foot Locker schnappt sich Runners Point
Mehr als nur den Fuß in der Tür: Der amerikanische Sporthändler will den deutschen Sportschuhspezialisten übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung haben die europäische Tochter und der Runners Point-Mehrheitseigner Hannover Finanz bereits unterschrieben. Ob die Übernahme durchgeht, liegt jetzt bei den Kartellbehörden.
Runners Point könnte bald Teil des Foot Locker Konzerns sein
Die Geschäftsführer Hurler und Wittig wollen an Bord bleiben
Der US-Sportartikelhändler Foot Locker ist auf dem besten Wege den Recklinghäuser Sportschuhhändler Runners Point zu übernehmen. Der Mehrheitseigner Hannover Finanz, der seit 2005 eine 75%-ige Beteiligung an dem Unternehmen hält, hat eine entsprechende Vereinbarung mit Foot Locker Europe unterzeichnet, wurde am Mittwoch mitgeteilt. Demnach sollen 100% Anteile an Runners Point an Amerikaner gehen. Die Vorstände Otto Hurler und Harald Wittig, die die restlichen Anteile halten, sollen ebenfalls zu einem Verkauf bereit sein und auch nach der Übernahme im Management bleiben. Der Verkauf steht jetzt noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Kartellamt. Das Unternehmen war seit Sommer 2012 auf der Suche nach einem Investor.
Laut eigenen Angaben soll Foot Locker rund 72 Mio. Euro für die mehr als 200 Runners Point Filialen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz bezahlen. Runners Point, die früher zum KarstadtQuelle-Konzern gehörten, sind in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Der Umsatz konnte laut eigenen Angaben in der Zeit von 2008 bis 2012 von 96 auf 197 Mio. Euro gesteigert werden.
Fotos: Runners Point






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