Über "Fashion-Tinder", High-end Jeans, neue Beschaffungsmärkte in Afrika, Einblicke in den milliardenschweren Wäschemarkt und eine vielleicht eklektische Designerin

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Däumlings Fashion Apps

Hot or Not? Was schon in den Anfängen von Facebook funktionierte und bei Tinder perfektioniert wurde, greift jetzt auch auf andere Bereiche über. Nicht nur Job-Offerten, sondern auch Styles oder Kleidungsstücke kann man jetzt „swipen“, also mit Daumen in die gute oder schlechte Ecke des Smartphones wischen. Crabble ist Pionier darin und auch Größen wie Zalando werden den Swipe-Trend demnächst mitmachen. Aber das ist wohl erst der Anfang, glaubt The Telegraph.

High-End Denims

Der Markt für Markenjeans ist groß – laut Schätzungen rund 450 Mio. Euro. In regelmäßigen Abständen poppen an der Westküste der USA neue hippe Labels auf. Davon etabliert hat sich Frame Denim. Das Label vertreibt seine 350 Euro teuren Hosen bei Net-a-porter und andere exklusiven Adressen. Das Rezept für Erfolg als Premium-Denim scheint einfach: ein bisschen Industrie-Erfahrung, ein klares Konzept, eine Fabrik in LA und jede Menge Celebrity-Freunde, denen man die Jeans schenkt, damit sie sie auf Instagram posten. Mehr ebenfalls bei The Telegraph.

Beschaffung in Afrika

Die Karawane zieht weiter! Noch ist China die Nummer 1, wenn es um Textilproduktion geht. 39% der globalen Bekleidungsexporte (Wert: 177 Mrd. Dollar) stammen von dort. Aber die Volksrepublik wird teurer und viele Hersteller haben sich bereits bei asiatischen Nachbarstaaten wie Bangladesch, Vietnam und Kambodscha verabschiedet. Laut einer Studie von McKinsey orientieren sich immer mehr europäische und nordamerikanische Einkaufschefs von Textilunternehmen in Richtung Ostafrika. Kenia und Äthiopien gelten als neue Nähstube mit viel Potential.

Wäschemarkt

Ganze 110 Mrd. Dollar werden weltweit für Sachen ausgegeben, die man meistens gar nicht sieht. Der größte Marktanteil entfällt auf wenige Player wie Victoria’s Secret, Calzedonia, Triumph, Hanes (Wonderbra, Playtex) und Hunkemöller. Interessant: Während Frauenschlüpfer größer werden, werden Männer-Unterhosen knapper. Einen umfassenden Über- und Einblick auf die Industrie und deren Trends, gibt es bei Business of Fashion.

Isabel Marant

Inspiration oder Diebstahl? Der mexikanische Volksstamm der Mixe aus dem mexikanischen Santa Maria Tlahuitoltepec findet die Ähnlichkeit zwischen der Etoile SS15 Kollektion von Isabel Marant und ihrer 600 Jahre alten Stammeskluft ziemlich frappierend und droht mit rechtlichen Konsequenzen. Gleichzeitig zeigen sie sich gastfreundlich und luden die Designerin ein. Sie könnte dort ein Schnäppchen machen: Während ihre eigene Bluse rund 230 Euro kostet, verlangen die Mixe in Tlahuitoltepec umgerechnet nur 18 Euro. Mehr bei The Guardian.