Der an Hongkonger Börse gelistete Modekonzern hat Guillaume Thery zum neuen General Manager der Region Asia Pacific ernannt. Der asienerfahrene Manager ist eigentlich bekannt für seine Rolle beim Luxuskonzern LVMH.

Masse statt Luxus: Guillaume Thery wechselt zu Esprit

Masse statt Luxus: Guillaume Thery wechselt zu Esprit

Nachdem Esprit erste Anzeichen der Besserung im deutschen und europäischen Kerngeschäft sieht, will der Konzern nun auch wieder mehr Schwung ins Asiengeschäft bringen. Dafür hat das Unternehmen Guillaume Thery verpflichtet, der als General Manager die Entwicklung der Marke in der Region Asien/Pazifik verantworten wird. Er berichtet in seiner neuen Position direkt an CEO Jose Martínez.

Thery kennt den asiatischen Retailmarkt bestens. In den vergangenen 16 Jahren arbeitete er für den französischen Luxuskonzern LVMH in verschiedenen Führungspositionen, zuletzt als President LVMH Fashion Group Asia, und war damit für die Entwicklung von Marken wie Céline, Loewe, Givenchy und Marc Jacobs in Asien, vor allem in China, verantwortlich.

China-Geschäft im Fokus

Thery ist fest entschlossen, Esprit „im asiatischen Raum wiederzubeleben“. Esprit hatte in den vergangenen Jahren in China nicht wenige Stores schließen müssen. Aktuell steht das Asien-Geschäft für knapp 17% des Gesamtumsatzes. Die Restrukturierung, insbesondere die Verringerung der unrentablen eigenen und fremden Flächen sowie der Abbau der Lagerbestände, gilt weitgehend als abgeschlossen. Die Umsätze in der Region sanken im letzten Geschäftsjahr zwar um über 10% auf 3,216 Mrd. HK-Dollar (knapp 340 Mio. Euro), jedoch fiel der Rückgang weniger stark aus als zuvor. Esprit betreibt in Asien 543 eigenen Stores (einschließlich der 65 Outlets), davon 308 in China, mit einer Gesamtfläche von über 100.000 Quadratmetern. Von den 297 asiatischen Franchisepartnern sind 165 aus China. Laut CEO Martínez ist der herausforderndste Teil der Transformation vorüber: „In Asien liegt unser Schwerpunkt auf China als Schlüsselmarkt für Wachstum. Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und des Wettbewerbs dort, setzen wir einen Plan in Kraft, um unser Geschäft in diesem Land wieder weiterzuentwickeln“, erklärte Martínez kürzlich. Mit Hilfe asiatischer Topmodels und Schauspielerinnen wie Liu Wen oder Song Hye-kyo soll das Markenimage in Asien aufgebessert werden.