Escada: Zurück in die Gewinnzone
Das Münchner Edel-Label Escada kommt nach der Übernahme durch die indische Mittal-Familie mit seinen Umbaumaßnahmen gut voran und rechnet 2011 wieder mit einem positiven Ergebnis vor Steuern.
Das Luxuslabel aus Aschheim bei München treibt seinen Konzernumbau voran und rechnet sehr bald mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Der Firmenchef Bruno Sälzer sagte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass Escada 2010 mit der Neuausrichtung fertig sein werde. Glaubt man Sälzer, liegt das Unternehmen gut im Zeitplan und der insolvente Modekonzern könne bald wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Umsatz entspricht dem Vorjahreslevel und liegt damit im Plan. Das Ergebnis soll wegen zahlreicher Umbaumaßnahmen besser ausfallen als im Vorjahr, erklärte Sälzer der FAZ. 2011 sollte dann ein positives Ergebnis vor Steuern erreicht werden. Die Vorkollektion Frühjahr/Sommer 2011 erfährt zur Zeit eine positive Resonanz von den großen Märkten. Zu den Umstrukturierungsmaßnahmen gehört auch die Umwaldung der Rechtsform: die AG soll in eine Societas Europaea, also eine Aktiengesellschaft nach europäischen Recht, umgewandelt werden. Börsenpläne schließt Sälzer aber definitiv aus.
Escada hat harte Zeiten hinter sich. Im August 2009 hat die Escada AG Insolvenz beantragen müssen und wurde vom Insolvenzverwalter Dr. jur. Christian Gerloff betreut. Im November 2009 erwarb die indische Mittal Familie das insolvente Unternehmen und gründete die EDOB Abwicklungs AG. Die Mittal Familie hat ihr Imperium eigentlich mit Stahl aufgebaut. Die Schwiegertochter des Stahlkönigs Lakshmi Mittal, die ehemalige Investmentbankerin Megha Mittal, hatte auf das Stahl-Business wohl keine Lust und wollte sich lieber in der Fashionbranche verwirklichen (Mode macht ja schließlich mehr Spaß als Stahl. – A.d.R.).
Der 2008 zu Escada gewechselte Ex-Hugo Boss CEO blieb bei dem Übernehmen auch nach der Übernahme und könnte das Unternehmen unter indischer Herrschaft zurück zu altem Glanz führen.







Kommentare
Keine Kommentare bisher.