Deutscher Textilexport kann 2014 zulegen
Das Exportvolumen der deutschen Textil- und Modeindustrie ist 2014 auf 25 Milliarden Euro gestiegen. Auch der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegen. Für 2015 sehen die Prognosen auch gut aus. Die Präsidentin der t+m spricht sich für den Freihandel aus.
Der Umsatz 2014 konnte in der Textil- & Modeindustrie zulegen
Deutschland ist Exportweltmeister für Textilien. 2014 konnte der Export der Textil- und Modeindustrie im Vergleich zum Vorjahr von 24 auf 25 Mrd. Euro gesteigert werden. „Der Zuwachs von 4% ist ein echtes Ausrufezeichen.“, kommentiert Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes Textil + Mode (t+m), angesichts eines starken internationalen Wettbewerbs diesen Erfolg. Angesichts des stark eingebrochenen Geschäfts mit Russland, das nach den EU und den USA der drittstärkste Absatzmarkt der Branche ist, sei der Erfolg noch höher zu bewerten. 40% der deutschen Textil- und Bekleidungsunternehmen exportieren nach Russland. Sie mussten in diesem Markt ausnahmslos Umsatzrückgänge teilweise von mehr als 20 % verzeichnen. Dennoch sei es der Branche gelungen, das abnehmende Russlandgeschäft auf anderen Märkten zu kompensieren.
Umsatz 2014 gewachsen, Prognose für 2015 positiv
Insgesamt konnte die deutsche Textil- und Modeindustrie ein Umsatzwachstum von 2,1 % für 2014 erwirtschaften und verbesserte das Ergebnis von 2013 (-1,1%) deutlich. Für 2015 erwartet die Branche einen Umsatzzuwachs von etwa 1,5 %. Gründe für den verhaltenen Optimismus liegen vor allem in den gestiegenen außenpolitischen Unsicherheiten, die die internationale Nachfrage nach Hightech-Textilien aus Deutschland schwanken lassen.
Plädoyer für TTIP
Nachdrücklich plädiert Ingeborg Neumann für den Abschluss der Verhandlungen um das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA: „Die USA sind unser zweitgrößter Absatzmarkt. Unterschiedlich hohe Zollsätze für Männer- und Damenanoraks oder die US-amerikanische Vorschrift, die made in-Etiketten genau in die Mitte des Kragenausschnitts eines Herrenhemdes zu nähen, sind bürokratische Monster. Unsere Branche braucht einheitliche Standards und einen möglichst freien Handel. Wegfallende Zollsätze führen zu niedrigeren Preisen. Das dient sowohl den Verbrauchern als auch der Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland.“
Foto: t + m







Kommentare
Keine Kommentare bisher.