Catwalk-Wrap-up vom Brandenburger Tor
Schumacher, Kaviar Gauche, Laurèl, Hugo Boss und Lena Lange machen Lust auf den nächsten Winter und lassen Hoffnung aufkeimen, dass er eher milder ausfällt, denn sonst könnte man in den schönen eleganten Retro-Entwürfen etwas frösteln.
Während der Mittwoch eher Berliner Labels vorbehalten war, gab es am zweiten Tag der Berliner Fashion Week international bekannte Designer zu begutachten.
Den Auftakt machte Dorothee Schumacher. Sie zeigte wie immer zeitlos schöne, unaufgeregte Entwürfe, die sich diesmal am Stil der 30er und 40er Jahre orientierten. Quasten, Fransen, Fell und glänzendes Leder und fließenden, schimmernde Stoffe, aber auch Strick betörten in gedeckten Erdtönen und Tiefblau. Nur die Schuhe waren anscheinend ungünstig gewählt…
Dorothee Schumacher steht für zeitlosen, unaufgeregten Luxus
Kaviar Gauche setzte auf Gegensätze: Schwarz oder Weiß, oder doch Gelb? Unschuldig oder Unberechenbar – oder irgendwie beides? Auf jeden Fall waren die Kreationen von Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl alles andere als langweilig. Die weniger dramatischen Outfits bestachen durch eine gewisse Verspieltheit bei Materialen und Silhouetten.
Kaviar Gauche: Alles, nur nicht langweilig oder trist
Chefdesigner Karsten Fielitz orientierte sich an den Wurzeln des Münchener Traditionshaus Rena Lange und setzte auf Tweed-Kombis, Marlenehosen, Bleistiftröcke, Goldknöpfe und weiß hervor blitzende Kragen. Allerdings drückte er der Kollektion mit grafischen Mustern, Fellbesätzen und raffinierten, spanisch inspirierten Stickereien unaufdringlich und durchaus charmant seinen eigenen Stil auf.
Rena Lange: Luxuriöser Business-Chic mit Herzchenprints, Goldknöpfen und Bleistiftmode
Die Zigarette, die das erste Model rauchte, sorgte bei Laurèl für mehr Wirbel als nackte Brustwarzen: Ansonsten war die Kollektion zunächst von Schwarz dominiert, unterbrochen von Blau, Orange, Lila und Grün, später folgten sanfte Erdtöne. Unter dem Motto „Luxury Ease“ ließ sich Chefdesignerin Elisabeth Schwaiger ebenfalls vom lässig-eleganten Stil den 20er und 70er Jahren inspirieren. Ponchos, lange Handschuhe, Stirnbänder sorgen für den notwendigen Kuschelfaktor, falls die Temperaturen tiefer sinken.
Laurèl: Aufregend, anziehend und immer weiblich - und diesen Winter auch noch luxuriös entspannt
Bei der Show von Hugo by Hugo Boss sammelte sich allerlei internationale Prominenz, so dass die Kollektion fast schon ins Hintertreffen geraten hätte können. Hugo aber gewann die Aufmerksamkeit durch minimalistische, sehr körperbetonte Schwarz-Weiß-Looks und wenigen Farbtupfern in Rot, Orange oder Lila zurück. Das German understatement gefiel…
Hugo by Hugo Boss: Schwarz-Weißes Understatement mit kräftigen Farbakzenten







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