Aus dem Gleichgewicht: Der Modehändler will mit seiner Broschüre "Let's take Bio Cotton to everyone every day" auf die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Produktion von Biobaumwolle aufmerksam machen.

C&A Bio Cotton Kampagne

C&A macht auf die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage von Biobaumwolle aufmerksam

Der Modefilialist C&A Europa, der sich bereits seit 10 Jahren für die Förderung des Anbaus von Biobaumwolle einsetzt, will etwas gegen die global abnehmende Produktion von Biobaumwolle tun. Trotz steigender Nachfrage wird nicht genügend des weißen Goldes mit Bionote produziert. Gerade einmal 1% der weltweiten Baumwollproduktion bekommt das Siegel „Bio“. Noch bis 2011 stieg die weltweite Produktion von Biobaumwolle kontinuierlich an. In den darauffolgenden Jahren sind die Ernteerträge um 8% gesunken, ungeachtet der Tatsache, dass gleichzeitig die Hälfte der produzierenden Länder ihre Biobaumwollproduktion erhöhten. Gründe für dieses Missverhältnis liegen u. a. in der Unkenntnis über biologische Anbaumethoden und der fehlenden Zusammenarbeit der Gemeinschaften.

Eine Broschüre, die aufklärt

„Wir befinden uns jetzt an einem kritischen Punkt, an dem die Nachfrage nach Biobaumwolle das Angebot überholt. Die damit verbundene Unsicherheit über die Verfügbarkeit droht langfristige Investitionen in Biobaumwolle zu gefährden“, so Thorsten Rolfes, Head of Corporate Communications Europe. In der Broschüre „Let’s take Bio Cotton to everyone every day“ wird umfassend über den Mehrwert sowie die aktuellen Herausforderungen und das Potential des Biobaumwollanbaus informiert. „Markenunternehmen spielen eine Schlüsselrolle in der Entwicklung von Biobaumwolle als nachhaltige Ressource. Kooperation ist dabei das zentrale Stichwort – die Zusammenarbeit mit Experten, Gemeinschaften und Regierungen vor Ort leistet einen wichtigen Beitrag, das volle Potenzial von Biobaumwolle auszubilden“, so Rolfes.  „Aber nicht nur in den Produktionsländern, auch auf den Absatzmärkten können Unternehmen etwas bewirken, indem sie ihre Kunden für das Thema Biobaumwolle sensibilisieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass es sehr wohl möglich ist, Bewusstsein zu schaffen, die Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig Gewinn zu erzielen.“

C&A selbst ist derzeit der größte Abnehmer von Biobaumwolle. 2013 hat das zur Cofra Holding AG gehörende Unternehmen mehr als 100 Mio. Produkte aus Biobaumwolle verkauft. Das Modeunternehmen verwendet 75% aus von der C&A Foundation unterstützten Farmprojekten. Rund 60.000 Farmer in Indien profitieren von diesem Projekt. Bis 2020 will C&A die gesamte Baumwoll-Kollektion aus nachhaltigem Anbau beziehen.

Foto: C&A