Banker tarnen sich im Freizeitlook
Blockupy - Dressdowny: Seit heute wollen Demonstranten das Frankfurter Bankenviertel lahmlegen. Doch die Banker gehen in Deckung und tarnen sich mit T-Shirts, Jeans und Kaputzenpulli statt in Hemd und Krawatte zur Arbeit zu gehen.
Die Blockupy Bewegung Frankfurt macht schon im Vorfeld keinen allzu friedlichen Eindruck
Die Order kommt bei vielen Frankfurter Bankinstituten von ganz oben: Ab Mittwoch kein Business-Outfit mehr, sondern Freizeitlook! Grund ist nicht eine neue Lässigkeit, die die Investmentbanker überkommt, sondern eine neue Angst. Denn ab heute wollen Aktivisten aus ganz Europa aus Protest das Frankfurter Bankenviertel lahmlegen. Die vier Tage andauernde Demonstration gegen das Finanzsystem und die Krisenpolitik der Geldmarktinstitute wie der EZB ist unter dem Namen Blockupy bekannt. Unterstützt wird die Bewegung u.a. von Aktivisten der Occupy-Bewegung, der globalisierungskritischen Vereinigung Attac, verschiedenen linken Initiativen und Gewerkschaften.
Eigentlich sind so ein paar Demos ja noch kein Grund, die letzte Bastion des Business-Outfits radikal zu kippen, doch im März kam es bereits zu gewalttätigen Ausschreitungen und man glaubt, dass sich die Lage diese Woche zuspitzen könnte. Die Polizei rechnet offiziell mit bis zu 2.000 gewaltbereiten Aktivisten. Und die FAZ zeichnete sogar ein wüstes Bild von bürgerkriegsartigen Zuständen zwischen Frankfurts Hochhäusern. Viele Banken haben ihren Mitarbeitern daher geraten, sich als lässige Bürger zu tarnen. „Wir wurden aufgefordert uns so zu kleiden, dass wir nicht als Bankmitarbeiter zu erkennen sind”, sagte ein Bankangestellter der Welt. Besser sei es sogar, statt in Jeans am Schreibtisch zu sitzen, lieber ganz zu Hause zu bleiben.







Kommentare
Keine Kommentare bisher.