Sextourismus-Vorwurf: Die Herzogenauracher wollten sich von ihrer witzigen Seite zeigen und bedruckten ihre T-Shirts für die WM in Brasilien mit frechen Sprüchen und Bildern. Doch das ging mächtig nach hinten los. Zwei ihrer Shirts muss der Sportartikelhersteller nun zurückziehen.

Echte Panne oder PR-Coup? Adidas’ umstrittene Shirts

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas hat anlässlich der bevorstehenden Fußball-WM in Brasilien T-Shirts für den US-Markt entworfen. Zwei dieser Leibchen müssen die Herzogenauracher wegen Sexismus-Beschwerden nun vom amerikanischen Markt nehmen, da das brasilianische Tourismusamt in den Shirts eine Förderung des Sextourismus sah. Auf einem der Shirts ist eine nur mit Bikini bekleidete brasilianische Schönheit zu sehen. Daneben der Spruch „Lookin‘ to score – Brazil“. Auf dem anderen prangert ein Hintern mit String-Tanga in Form eines Herzens mit dem Spruch „I Love Brazil“.

Die brasilianische Regierung versuche alles, um das Bild Brasiliens, das mit Sex-Appeal in Verbindung gebracht werden könnte, vehement zu unterdrücken. Vor allem im Zuge der in knapp vier Monaten stattfindenden WM sei man bemüht, jegliche Form des Sex-Tourismus zu unterbinden. Auch der Präsidentin des Landes, Dilma Rousseff, und das Frauenministerium drückten ihren Unmut aus und erklärten, dass sie gegen sexuellen „Barbarismus“ nicht dulden würden.

Da Adidas neben Nike eine der Hauptsponsoren und Ausrüster für die am 12. Juni 2014 startenden Weltmeisterschaft ist, waren die Franken sofort bereit, die T-Shirts vom amerikanischen Markt zu nehmen. Sie erklärten, dass sie „sehr viel Wert auf die Meinung seiner Konsumenten und Partner“ legen.

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