Adidas zeigt leichte Umsatzschwäche
Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller muss im ersten Quartal wegen der Konsumflaute in Europa und der wirtschaftlichen Verunsicherung in Asien einen leichten Umsatzeinbruch hinnehmen. Trotzdem kann der Konzern die Bruttomarge auf ein neues Rekordhoch hieven und bestätigt seine Prognose für das Gesamtjahr.
adidas kann mit eigenen Läden dazu gewinnen, aber die Schwäche im Wholesale-Geschäft kann das nicht ausgleichen
Im ersten Quartal (Stichtag: 31. März) schrumpfte der Konzernumsatz der adidas Group um 2% auf 3,751 Mrd. Euro. Währungsbereinigt blieb der Umsatz stabil. Während sich das Einzelhandelsgeschäft währungsbereinigt um 6% auf 693 Mio. Euro verbessern konnte, musste adidas im Großhandel wegen zweistelliger Rückgänge bei der Marke Reebok einen Umsatzeinbruch von 3% auf 2,481 Mrd. Euro hinnehmen. Zusätzlich wirkten sich Währungseffekte negativ aus. In den anderen Geschäftssegmenten, u.a. TaylorMade-adidas Golf konnte ein währungsbereinigtes Plus von 6% auf 548 Mio. Euro verbucht werden. Regional betrachtet gab es außer in Westeuropa (-7% auf 1,096 Mrd. Euro) und Asien (ohne China; -10% auf 533 Mio. Euro) leichte Wachstumsimpulse: In Osteuropa, Nord- und Lateinamerika oder China gab es Zuwächse im unteren einstelligen Bereich. CEO Herbert Hainer bezeichnete die Ergebniszahlen trotz des Abfalls zum Vorjahr als „solide“ – gerade in Anbetracht der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und des Fehlens von Sport-Großereignissen wie Olympia oder der Fussball-EM.
Stolz war Hainer sichtlich auf die verbesserte Margen: Die Bruttomarge verbesserte sich um 2,4 Prozentpunkte auf 50,1% – ein neuer Rekordwert, der sich aus dem besseren Preis- und Produktmix , einem größeren Retail-Anteil und einer günstigen regionale Verteilung ergab. Das Betriebsergebnis verbesserte sich im ersten Quartal um 8% auf 442 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich wegen gesunkener Finanzaufwendungen gar um 10% auf 427 Mio. Euro. Der auf Anteilseigner entfallende Gewinn stieg um 6% auf 308 Mio. Euro.
Prognose bestätigt
Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seiner gegebenen Prognose fest: Die Umsätze sollen währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich steigen. Die starke Präsenz in den Entwicklungsländern und zahlreiche, neue innovative Produkte sollen den Umsatz im zweiten Halbjahr ankurbeln. Der Gewinn soll dazu überproportional um 12 bis 16% steigen, so dass der auf Anteilseigner entfallende Gewinn zwischen 890 Mio. und 920 Mio. Euro liegen wird. Hainer ist sich sicher, dass adidas trotz des trägen Starts im Laufe des Jahres „deutlich an Fahrt gewinnen wird“.
Foto: adidas







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