Adidas verklagt Under Armour
Vor Gericht: Der fränkische Sportartikelriese reicht Klage gegen seinen amerikanischen Konkurrenten wegen angeblichen Patentverletzungen ein. Es geht darum, wer das elektronische Fitnessangebot nutzen darf.
Ein Grund zur Klage: das elektronische Fitnessangebot von adidas
Das adidas mit Konkurrenten nicht zimperlich umgeht, ist bekannt. Dieses Mal verklagt der Herzogenauracher Sportartikler seinen amerikanischen Rivalen Under Armour vor einem Gericht im amerikanischen Delaware, weil dieser angeblich Patente der Deutschen missbraucht.
Im Zentrum der Diskussionen steht das miCoach-System von adidas. Das System aus einer High-Tech-Uhr, Handy-Programmen und Brustgurten misst die Herzfrequenz, gibt Fitnesstipps und stellt Trainingspläne zusammen. Under Armour bietet mit seinem Map My Fitness ein recht ähnliches Angebot mit individuellen Trainingsplanen und Fitnesstips an. Laut Adidas ähnelt das Angebot des Branchenrivalen dem eigenen Produkt nicht nur stark, sondern würde auch bewusst zehn Patente verletzen. Nebenbei ließen die Franken noch einfließen, dass der Direktor für Innovationen und Forschung bei Under Armourfrüher bei adidas tätig war und deshalb bestens über die Entwicklungen Bescheid wüsste.
Im vergangenen Jahr hatte Under Armour den texanischen Fitnessdienstleister Map My Fitness für 150 Mio. US-Dollar aufgekauft. Auf den Webseiten und mobilen Apps des Unternehmens sind etwa 20 Mio. Nutzer registriert.
Foto: adidas







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