Schützenkönig! Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller erwartet für seine Fußballprodukte einen Umsatz in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Dagegen wirkt der kürzlich verlängerte millionenschwere Ausrüsterdeal für die DFB-Elf geradezu läppisch.

Einfach nur mit Stollen gilt nicht mehr: Fußballschuhe der neuen Generation müssen auch modisch was hermachen

Die Bilanz von Herber Hainer verbessert sich mit jedem Tag, den sein Abschied näher rückt. Nun verkündete der adidas Konzern, dass er für 2016 mit einem Rekordumsatz von 2,5 Mrd. Euro im Bereich Fußball rechnet. Im letzten Jahr lag der Umsatz noch bei 2,2 Mrd. Euro, was einem zweistelligen Wachstum entsprechen würde. „Dies stellt einen neuen Rekord für unsere Marke dar und unterstreicht unsere weltweit führende Position im Fußball“, freut sich adidas-Chef Hainer sichtlich. Der Konzern verbucht momentan Marktanteilsgewinne für Fußballschuhe in Westeuropa: „Ich bin stolz, dass sich die Neuaufstellung unseres Geschäfts mit Fußballschuhen vor zwölf Monaten auszahlt: Wir haben Marktanteile in wichtigen Märkten hinzugewonnen und unser Schuhangebot kommt gut bei unserer jungen Zielgruppe an“, so Hainer weiter.

Der Grund für die neuerlichen Rekordzahlen liegen auch in der aktuell laufenden Fußball-EM UEFA EURO 2016, die adidas als offizieller Sponsor unterstützt, sowie die Copa América, bei der adidas ebenfalls wichtige Mannschaften und Spieler sponsert. Dieses Jahr will adidas mit 1,3 Millionen Deutschland-Trikots deutlich mehr verkaufen als bei der EM 2012. Gleichzeitig hat sich adidas vorzeitig die Vertragsverlängerung als Generalausrüster der DFB-Nationalelf gesichert, berichtet Bild.de. Der Vertrag lief eigentlich bis 2018 und wurde nun bis 2022 verlängert. Jährlich soll er dem DFB rund 65 bis 70 Mio. Euro einbringen – angeblich doppelt so viel bislang.

Gleichzeitig hört adidas genau hin, was Fans und Spieler wollen – und richtet seine Produktpolitik entsprechend aus. „Junge Spieler erwarten regelmäßig innovative, neue Produkte und frische Farben, insbesondere bei Fußballschuhen“, so Markus Baumann, General Manager adidas Fußball.

Foto: adidas