Esprit rechnet mit substantiellem Verlust
Man könnte meinen, es gehört schon zum Tagesgeschäft: Mal wieder gibt der in Ratingen und Hongkong ansässige Modekonzern eine Gewinnwarnung heraus. Doch bald soll Schluss sein mit roten Zahlen.
Esprit 2.0: Die Kunden kommen in die Läden und werden auch bald das deutlich verbesserte Produkt erfahren können
Der Modekonzern Esprit hat am Montag bekannt gegeben, dass man für das laufenden Geschäftsjahr (Stichtag: 30. Juni) mit einem erheblichen Verlust rechne. Die deutlich roten Zahlen haben verschiedene Gründe: Zum einen hinkt das China-Geschäft deutlich den ohnehin nicht hohen Erwartungen hinterher. Die Umsätze sind, auch aufgrund von Flächen-Schließungen und Beendigung von einigen Wholesale-Partnerschaften, um mehr als 21% (währungsbereinigt) eingebrochen. Außerdem hat man große Altbestände von Partnern zurückgenommen. Basierend darauf gab es eine Firmenwertabschreibung in Höhe von umgerechnet knapp 300 Mio. Euro. Zum anderen lief es auch in Europa deutlich schlechter als erwartet. Aufgrund des warmen Wetters verkauften sich die Herbst/Winter-Kollektionen nur mit deutlichen Abschlägen. Wertberichtungen für das eigene Retail-Geschäft sowie gestiegene Rückstellungen für Schließung unrentabler Filialen belasteten das Geschäft zusätzlich.
Esprit meldet sich bald mit neuer Power zurück
Nichtsdestotrotz übt sich CEO José Manuel Martínez in Optimismus: Die Restrukturierungsmaßnahmen in China seien abgeschlossen, so dass man sich dort wieder auf Wachstum einstelle. Außerdem mache man gute Fortschritte bei verschiedenen Projekten des Transformationsplans. Der Fokus liegt insbesondere auf der Produktverbesserung der zunehmenden Vertikalisierung, was sich in den nächsten Monaten auszahlen werde. Auch im Bereich Omni-Channel-Vertrieb sowie Marketing habe man einiges in petto.







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