Der Schmuck von Les Néréides (sprich: Le Nereid) scheint nicht von dieser, sondern aus einer fernen verwunschenen, funkelnd lockenden Welt zu stammen. Die Geschichte des Labels reicht mehr als 30 Jahre zurück, als Pascale und Enzo Amaddeo sich entschlossen, ihren eigenen Modeschmuck zu entwerfen. Die beiden Designer verband die Leidenschaft für extravagante Accessoires und ausgefallene Mode. Am Anfang gründete ihre Idee darauf, neuartige und ungewöhnliche Formen und exotische Farben zu benutzen. Jedes ihrer Stücke sollte einzigartig sein und eine Geschichte erzählen.

Seit 2004 hat Les Néréides mit dem Concept-Store im Pariser Szeneviertel Marais ein Zuhause gefunden, in dem die ausgefallenen Schmuckstücke angeboten werden. Darüber hinaus ist Les Néréides in den großen französischen Department-Stores wie Galeries Lafayette, Le Printemps und Le Bon Marche vertreten. Auch international erfreut sich das ausgefallene Label zunehmender Beliebtheit und hat sich in Italien, Japan und Russland in der Branche etabliert.

Seit 2010 etabliert Jennifer Firneburg mit der Agentur Krings das Label im deutschsprachigen Raum. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande alle großen Boutiquen die liebevoll gestalteten Teile ins Sortiment aufnehmen werden.


Jennifer Firneburg vertreibt Les Néréides in Deutschland

1. Wofür steht Les Néréides?
Les Néréides steht für Eleganz, Einzigartigkeit, Femininität, Unabhängigkeit und Luxus.

2. Mit sehr vielen in- und ausländischen Modeschmuck-Labels, ganz zu schweigen von den vielen No-Name-Marken, ist der Bereich Modeschmuck ja ganz gut bedient – Braucht Deutschland denn noch ein weiteres Schmucklabel?
Ja, denn Les Néréides ist brandneu. Diese Art von Phantasieschmuck gibt es bisher so noch nicht auf dem deutschen Schmuckmarkt. Diese Liebe zum Detail, die Verarbeitung und vor allem dieser Ideenreichtum, jede Saison etwas komplett Neues zu kreieren, ist einfach einzigartig.

3. Wie kamst du auf die Idee (oder an das Angebot) Les Néréides zu vertreiben?
Wir lernten das Label Les Néréides auf der Bread & Butter in Berlin kennen. Da ich eine absolute Affinität zu Frankreich habe und auch einige Zeit dort gelebt habe, war das für mich eine klare Sache. Wir sind immer offen für neue und innovative Produkte und deshalb hatte ich von Anfang an vollstes Vertrauen in dieses Projekt. Natürlich war ich selbst hin und weg von den wunderschönen Teilen.

3. Und was ist dein persönlicher Favorit aus der Kollektion?
Auf jeden Fall das große Collier aus der Kollektion Voluptueuse et Vapoureuse. Mich fasziniert die Liebe zum Detail.  Bei dieser Kollektion möchte ich darauf hinweisen, dass ein echtes(!) Schneckenhaus verwendet wird und die Arbeitszeit für dieses eine große Collier 92 Stunden beträgt.

In so ein Collier fließen schon mal über 90 Stunden Handarbeit ein

5. Ist es nicht ein großes Risiko sich so auf den Vertrieb einer in Deutschland eher unbekannten Marke einzulassen?
Nein, wir haben schon viele Erfahrungen mit unbekannten Labels gemacht und sind unter dem Strich immer sehr gut damit gefahren. Außerdem lieben wir die Herausforderung und wollen mit Produkten arbeiten, die uns selber gefallen und die wir langfristig für den Handel für kommerziell halten. Als wir von der Agentur Krings das Label Not Your Daughter’s Jeans in den deutschen Markt einführten, war es noch vollkommen unbekannt. Und heute ist es eine der meistgekauften Jeans auf dem deutschen Markt.

6. Und wie ist die Resonanz auf Les Néréides bisher?
Sehr gut. Es ist natürlich zunächst immer schwer, den Leuten bewusst zu machen, dass es Zeit für etwas Neues ist, aber sobald die Kunden den Schmuck dann im Original sehen, ist es meist um sie geschehen. Les Néréides bringt sogar männliche, gestandene Juweliere dazu, Begriffe wie “putzig” oder “zauberhaft” in ihren Wortschatz aufzunehmen.

7. Schmuck ist ja eher ein Frauenthema. Ganz ehrlich: Wie viele Männer entscheiden darüber, ob Ihr Schmuck tatsächlich in den Regalen zu sehen sein wird?
Zu viele!!!
Und was macht es so “kompliziert” mit den Männern?
Frauen kaufen Les Nereides mit allen ihren Emotionen ein: Sie verlieben sich und stellen sich vor wie sie den Schmuck selber tragen und welche Wirkung sie damit erzeugen werden. Dabei behalten sie ihr eigenes Konzept gut im Blick und natürlich auch das gesetzte Limit. Wenn sie dann auch noch selber im Verkauf stehen, bringen sie genau das der Kundin rüber. Männer dagegen kaufen nach Umsatz, LUG und Marge ein und wenn ihnen das, was sie kaufen auch noch gefällt, ist das natürlich schön, aber nicht unbedingt notwendig. In der Regel sind sie nicht mit dem Verkauf befasst.

8. Welche Ziele hast du dir im ersten Jahr gesteckt?
Wir möchten Les Néréides in Deutschland bekannt machen. Wir möchten uns bei ausgewählten Juwelieren und im speziellen Modehandel präsentieren.
Ist Les Néréides denn hierzulande schon irgendwo zu haben?
Es gibt Les Néréides zur Zeit bei FrouFrou in München und im dem Onlineshop Lace&Pearls zu kaufen. Ab März in Köln bei Lillyed, in Düsseldorf bei Mössing und Details at Wallstreet, in der Wohngemeinschaft in Essen und im Kleinen Salon in Frankfurt zu kaufen.

9. Du warst ja auch in Paris – wie sieht es denn dort vor Ort aus?
Es ist ein Traum! Wie in einer kleinen Zauberwelt. Das Headoffice ist ja gleichzeitig der Concept Store, also auch für alle Kunden zugänglich. Es liegt mitten im neuen Pariser In-Viertel Marais. Wenn man in Paris ist, sollte man sich das nicht entgehen lassen. Der Laden ist sehr außergewöhnlich gestaltet und die Kreativität ist nicht zu toppen. Es herrscht eine unheimlich schöne und entspannte Atmosphäre.

Das Zuhause von Les Néréides - in Paris

10. Gerade unbekanntere Labels setzen ja stark auf Social Media und eCommerce, weil man darüber ohne viel Einsatz und Kapital viele Menschen erreichen kann? Verfolgen du oder Les Néréides eine bestimmte Onlinestrategie?
Wir möchten natürlich über die Social Networks Aufmerksamkeit erregen und werden uns stark mit Fashion-Blogs auseinandersetzen, denn diese werden immer noch mehr an Bedeutung gewinnen. Wir werden Fan-Seiten gründen bei den üblichen Verdächtigen und werden Kontakte zu den wichtigen Online-Magazinen pflegen. Aber auch Print-Medien sind super wichtig für uns. Außerdem ist ein Online-Shop in Planung, aber der genaue Zeitpunkt des Launches steht noch nicht fest.

11. Oftmals hilft es ja auch, wenn Celebrities Outfits oder Schmuck tragen, um sie bekannter zu machen. Gibt es jemanden, der Les Néréides trägt oder gäbe es jemanden, den Sie gerne damit sehen würden?
Die Moderatorinnen von RTL tragen unseren Schmuck bereits in den täglichen Formaten. Gerne würden wir Frauen wie Nora Tschirner, Hannah Herzsprung oder Alexandra Maria Lara mit unserem Schmuck sehen. Hermine (Emma Watson) aus Harry Potter hat im letzten Film eine Kette von Les Néréides getragen und ist ein großer Fan von unserem Schmuck!