Vor zwei Woche hatte der Amsterdamer Sporthändler in den Niederlanden Insolvenz angemeldet. Auch die vier deutschen Tochtergesellschaften sind von dem Verfahren betroffen. Eine einheitliche Lösung wird angestrebt.

Die USG betreibt u.a. unter den Namen Perry Sport und Aktiesport zahlreiche eigene Geschäfte und besitzt zahlreiche Vertriebslizenzen von international bekannten Marken aus dem Sport- und Outdoor-Bereich wie etwa Helly Hansen oder Le Coq Sportif

Die USG betreibt u.a. unter den Namen Perry Sport und Aktiesport zahlreiche eigene Geschäfte und besitzt zahlreiche Vertriebslizenzen von international bekannten Marken aus dem Sport- und Outdoor-Bereich wie etwa Helly Hansen oder Le Coq Sportif

Das Amtsgericht Düsseldorf hat am 8. März auch über die Vermögen der vier deutschen USG-Gesellschaften – FL Sport Germany GmbH, SL Services Germany GmbH, Sports und Teamwear GmbH und Teamsport Deutschland Vertriebs GmbH – jeweils vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. „Die betroffenen Gesellschaften können seit der Insolvenz der Muttergesellschaft in den Niederlanden keine Ware mehr ausliefern. Und die Lizenzrechte zum Vertrieb lagen bei der Muttergesellschaft, sodass jetzt erst einmal unklar ist, wie es in Deutschland weitergeht“, sagt der vorläufig zum Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Georg F. Kreplin von der Düsseldorfer Kanzlei Kreplin & Partner, der auch bereits die Mexx-Insolvenz in Deutschland begleitet hat.

Die Unlimited Sports Group, ein Amsterdamer Handelskonzern mit über 350 Filialen, u.a. unter dem Namen Perry Sport oder Aktiesport, hatte am 23. Februar Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in den Niederlanden gestellt. Die vier deutschen Töchter sind vom Verlauf des niederländischen Verfahrens betroffen. Aus diesem Grund versucht Kreplin gemeinsam mit seinen niederländischen Kollegen eine einheitliche Lösung für das internationale und das deutsche Geschäft zu finden. Die vier Gesellschaften stehen für rund 15 Mio. Euro Umsatzvolumen, etwa 6% des Umsatzes der gesamten Gruppe (146 Mio. Euro). Im ersten Schritt geht es für uns jetzt darum, die Gehälter der in Deutschland betroffenen Arbeitnehmer über das Insolvenzgeld vorzufinanzieren, um die Mitarbeiter finanziell für die kommende Zeit erst einmal abzusichern“, sagt Kreplin.