Abgerutscht: Der Heilbronner Sportfachhandelsverbund hat im ersten Halbjahr weniger weniger umgesetzt als im Jahr. Trotzdem blickt man zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte.

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Intersport-Vorstände Kim Roether und Klaus Jost betonen die guten Nachrichten in schlechten Tagen

Auf der 20. Ausgabe der OutDoor in Friedrichshafen luden die Intersport-Vorstände Klaus Jost und Kim Roether zur Pressekonferenz geladen und eine Zwischenbilanz für das erste Halbjahr 2013 gezogen. Die fällt nicht gerade überragend aus: Wegen dem zu späten Winter, der Eiszeit zu Ostern und dem Hochwasser im Juni lagen die Umsätze leicht unter dem vergleichbaren Vorjahresraum. Genau beziffern wollten die beiden Vorstände den Abschwung nicht, aber einige Medien berichten von einem Minus von 3%. Dafür wurden neben dem Wetter auch die fehlenden Großereignisse wie die Fußball-EM verantwortlich gemacht. Gleichzeitig wurde betont, dass einige Bereiche außerordentlich gut liefen: Bei „Outdoor“ erwies sich das unstetige Wetter als Umsatztreiber, denn die Nachfrage nach wetterfesten Textilien und funktionalen Schuhen war so groß, dass in diesem Bereich ein Plus von 3% erreicht wurde. „Es ist kein Geheimnis, dass wir in Europa mittlerweile einen stabilen, aber gesättigten Markt haben“, sagte Klaus Jost und betonte, dass Outdoor eine absolute Kernkompetenz der Händler sei. Im Segment „Running“ profitierte der Handelsverbund von dem Trend zum Laufen und legte um 12% zu. Insgesamt strebt Intersport nach wie vor eine stabile Umsatzentwicklung in 2013 an. In 2012 hatte das Unternehmen 2,76 Mrd. Euro umgesetzt.

Impulse dafür könnte aus verschiedenen Bereichen geben: Zum einen setzt man große Hoffnungen in den weiteren Ausbau des Multi-Channel-Geschäfts. Über 700 Mitgliedsunternehmen mit rund 1.000 Flächen nehmen aktuell an dem Projekt teil und profitieren davon: Rund ein Drittel der Bestellungen wird ins Geschäft geliefert, ein Fünftel aller Kaufvorgängen in den Läden sind Online-Reservierungen und insgesamt sei man mit einer Retourenquote von weniger als 35% sehr zufrieden mit den ersten 100 Tagen. Gleichzeitig stellte Intersport anlässlich des 30-jährigen Jubiläums seiner Eigenmarke McKinley eine neue Premium-Linie mit dem Namen RED (Real Experience Design) vor und betonte, dass die Beteiligungsgespräche mit Intersport Österreich auf einem guten Weg seien.

Foto: Intersport