Weichenstellung! Der Berliner Onlinehändler schließt das erste Quartal mit einem guten Umsatzsprung, aber auch weniger Gewinn ab. Aktuell liegt der Fokus auf Investitionen für das weitere Wachstum, etwa durch Übernahme des eCommerce-Integrationsspezialisten Tradebyte.

Wenn der Postmann klingelt: Zalando tut (fast) alles für glückliche Kunden:

Wenn der Postmann klingelt: Zalando tut (fast) alles für glückliche Kunden:

Zalando hat im ersten Quartal die Umsätze um 23,7% auf 796,1 Mio. Euro gesteigert, womit der Onlinehändler im oberen Bereich des im April veranschlagten Zielkorridors landete. Grund für das Umsatzplus war die wachsende Zahl der aktiven Kunden (mittlerweile 18,4 Millionen) und die zunehmende Kundenzufriedenheit, die ein neues Allzeithoch erreichte. Die DACH-Region war mit 406 Mio. Euro immer noch wichtigster Markt der Berliner, wobei die Region „Übriges Europa“ mit einem Plus von 26,3% auf 335 Mio. Euro stark aufholt. Das bereinigte EBIT belief sich auf 20 Mio. Euro, was einer Marge von 2,5% entspricht und damit deutlich unter der Vorjahresmarge von 4,5% liegt.

Da Zalando seinen Kunden stets das beste Paket bieten möchte und gleichzeitig intensiv daran arbeitet, sich möglichst gut für die Zukunft gewappnet aufzustellen, scheut das Unternehmen nicht die Investitionen, die damit einhergehen und die Marge zum Schmelzen bringen. „Wir treiben derzeit eine Vielzahl von Entwicklungen voran, die auf unsere langfristige Plattformstrategie und unseren Wachstumsplan einzahlen“, formuliert es Vorstand Rubin Ritter. Eine der Strategien ist die Stärkung von Zalando als Plattform: Um sein erfolgreiches Partner-Programm weiter auszubauen, hat der Onlinehändler die Firma Tradebyte, einen der führenden europäischen Anbieter von Integrationslösungen für Einzelhändler und Marken, übernommen. Gleichzeitig wurde das erste Satelliten-Logistikzentrum im italienischen Stradella in Betrieb genommen und es wird weiter mit Hochdruck am neuen Logistikstandort in Lahr gearbeitet, das im Herbst in Betrieb gehen soll.

Für das Gesamtjahr erwartet Zalando ein Umsatzwachstum am oberen Ende des Zielkorridors von 20-25% sowie eine bereinigte EBIT-Marge von 3,0-4,5%. Das Unternehmen strebt bis zum Jahresende ein in etwa ausgeglichenes Nettoumlaufvermögen an und ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 200 Mio. Euro, ohne M&A-Aktivitäten.