Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Nach dem Wirbel um den Verkauf des hessischen Ökoversenders wird das Bieterverfahren auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Hoffnung ist, dass sich die Gemüter beruhigen, und dass wieder ein bisschen Ruhe in Butzbach einkehrt.

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Die Idylle in Butzbach trügt: Die Aussetzung des Bieterverfahrens soll wieder Ruhe bringen

Einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge, soll der Verkauf des Ökomodenherstellers und –versenders Hess Natur erst einmal auf Eis gelegt worden sein. Es heißt, das Bieterverfahren soll zu einem noch nicht bestimmten Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Zur Begründung gab ein Sprecher der Eigentümer, der Primondo Speciality Group (PSG) an, dass man mit dem Verkauf nicht unter Zeitdruck stünden und Hess Natur vorerst so weitergeführt werden soll wie bisher. Damit erhofft man sich, den durch Medien recht aufgewühlten Prozess wieder in ruhigere Bahnen zu lenken.

Erst in der letzten Woche wurde die von Hess Natur-Mitarbeitern gegründete Genossenschaft hnGeno aus dem Bieterverfahren ausgeschlossen, weil der gebotene Kaufpreis weit unter den Vorstellungen der PSG lag. Die hnGeno zeigte sich zutiefst enttäuscht und kündigte, weiter im Rennen bleiben zu wollen. Aus diesem Grund befürchten die verbleibenden Bieter – vornehmlich Finanzinvestoren – dass sie, egal aus welchen Motiven und mit welchen Zukunftsplänen sie das Butzbacher Unternehmen übernehmen, als unerwünschte Eigentümer dastehen. Fraglich ist allerdings, ob die temporäre Verschiebung die nötige Abkühlung bringt oder lediglich einen kurzzeitigen Waffenstillstand darstellt.

Foto: Hess Natur