Steilmann denkt europäisch – und vielleicht auch an mehr
Der Modekonzern aus Bergkamen mit Marken wie Apanage und Capalua und Steilmann-Boecker Modehäusern fungiert seit Kurzem unter der neuen Rechtsform Steilmann SE. Mit der Veränderung zahle man auf die Reputation der Marke ein - und vielleicht auch auf den bevorstehenden Börsengang.
Der weltweit agierende, vertikal aufgestellte Modekonzern gehört mehrheitlich der italienischen Familie Radici
Steilmann CEO Dr. Michele Puller will die Reputation der Marke Steilmann in den Mittelpunkt stellen
Der Modehändler Steilmann-Boecker Fashion Point GmbH & Co. KG wurde im Wege der Anwachsung in eine SE (Societas Europaea, Aktiengesellschaft des Europäischen Rechts) eingebracht. In der neuen Holding werden neben Steilmann-Boecker auch die Steilmann Fashion Group, die Apanage Fashion Group und die mittelbare Mehrheitsbeteiligung an den Adler Modemärkten zusammengefasst. Durch die Bündelung und Integration sämtlicher Aktivitäten unter einem Dach sollen weitere Synergien entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht werden, um weiter profitabel zu wachsen. Neben Kosteneffizienz soll dadurch auch die Produkteinführungszeit optimiert werden. Gleichzeitig könnte die Umwandlung auch ein nicht unwichtiger Schritt sein, um die Gruppe an der Börse zu notieren wie das weiter in Familienbesitz stehenden Unternehmen kürzlich durchblicken ließ.
Der Vorstand der Steilmann SE besteht weiterhin aus Dr. Michele Puller (CEO) und Paola Viscardi-Giazzi (COO), beides Familienmitglieder, sowie dem von extern kommenden CFO Jens Brüggemann. „Wir stehen heute für ein erfolgreich vertikalisiertes und internationales Modeunternehmen. Die vollzogenen strukturellen Veränderungen und die Namensänderung sollen die hohe Bekanntheit und die hervorragende Reputation der Marke Steilmann in den Mittelpunkt stellen. Sie steht in Deutschland und international für Fashion Know-how und Qualität“, kommentierte Puller die Beweggründe für die Umwandlung.
Die Steilmann SE ist mit einem Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro nicht nur einer der größten europäischen Modeunternehmen, sondern in dem wachsenden Segment der sog. „Best Ager“ (45+) auch einer der wichtigsten Player. Mit seinem Marken und Konzepten ist der Konzern mit über 1.300 Verkaufsstellen in mehr als 18 Ländern präsent.






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