Große Ambitionen! Die Arav Fashion Group plant einen zweistelligen Millionenbetrag in die internationale Expansion, den Ausbau des Retail-Netzwerks und den Markenaufbau zu investieren.

Jüngst eröffnete Silvian Heach einen Store in Neapel. Mit Gold und Mamor soll sich die Marke von ihrem jüngeren Pendant HI abheben

Jüngst eröffnete Silvian Heach einen Store in Neapel. Mit Gold und Mamor soll sich die Marke von ihrem jüngeren Pendant HI abheben

Mena Marano, Gründerin der Arav Fashion Group und Kopf hinter der Marke Silvian Heach, hat große Pläne für ihr Unternehmen. In den nächsten Jahren sollen die Umsätze von aktuell 77 Mio. Euro auf 122 Mio. Euro erhöht werden, sagte sie dem Fashion-Ressort der Milano Finanza.

Zum einen soll das Einzelhandelsnetzwerk deutlich ausgebaut werden. Aktuell gibt es 20 Silvian Heach-Läden und 33 für die jüngere, günstigere Zweitmarke SH, die im letzten Jahr gelauncht wurde. Rund die Hälfte der Stores wird in Eigenregie betrieben, der Rest von Franchisepartnern. Gut 8 Mio. Euro sollen in den kommenden Saisons in die Eröffnung von rund 67 weiteren Stores investiert werden, die meisten davon im heimischen italienischen Markt. Prestigeträchtig ist die Eröffnung eines Doppel-Flagship-Stores zur Jahreswende in der Mailänder Via Dante, wo die beiden Markenwelten von Silvian Heach und SH unabhängig voneinander inszeniert werden. International sind ebenfalls weitere Eröffnungen geplant, wobei der Fokus auf dem Nahen Osten und China liegt. Im Ausland will die Arav Fashion Group schwerpunktmäßig über die Gewinnung neuer Wholesale-Partner wachsen. Aktuell liegt der Exportanteil bei 33%.

Folgerichtig investiert das 2002 gegründete Unternehmen den weitaus größeren Teil des Investitionspakets, konkret 14 Mio. Euro, in verschiedene Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen. Dabei setzt Arav sowohl auf klassische Kanäle wie Billboards (aktuell bspw. auf Flughafen von Ibiza) als auch sehr intensiv auf die sozialen Medien. Mit den Maßnahmen sollen die beiden Womenswear-Marken, die neben dem Kidswear-Geschäft für rund zwei Drittel des Umsatzes stehen, noch bekannter gemacht werden und komplett unabhängig von einander positioniert werden. Während Silvian Heach mit modisch, anspruchsvollen Kollektionen junge und junggebliebene Frauen anspricht, richtet sich die Linie SH mit günstigen Preisen und jungen Styles primär an Teens und Twens mit kleinem Shoppingbudget, und konkurriert damit mit großen, Fast-Fashion-Retailern.

Foto: Silvian Heach