Oerlikon verkauft Naturfasergeschäft
Portfolio-Bereinigung: Der Schweizer Maschinenbaukonzern hat seine Geschäftsbereiche Natural Fibers und Textile Components an die Chinesen verkauft und konzentriert sich zukünftig nur noch auf das Chemiefasergeschäft.
Mehr Unabhängigkeit und bessere Margen: Oerlikon konzentriert sich aufs Chemiefasergeschäft
Der Oerlikon Konzern aus Pfäffikon verkauft seine Business Units Natural Fibers und Textile Components an die chinesische Jinsheng-Gruppe, hinter der der Investor Pan Yuepeng steht. Der Verkaufspreis orientiert sich am Unternehmenswert von rund 650 Mio. Schweizer Franken (538 Mio. Euro) und soll nach Zustimmung der Wettbewerbsbehörden voraussichtlich im dritten Quartal 2013 abgeschlossen werden.
Mit dem Verkauf reduziert sich der Umsatzanteil des Textilgeschäfts bei Oerlikon von 53 auf 33%. Die beiden verkauften Geschäftseinheiten erlösten in 2011 einen Umsatz von 1,1 Mrd. Franken (908 Mio. Euro) und machten damit knapp ein viertel des Gesamtumsatzes aus. In Zukunft will sich Oerlikon nur noch auf das leistungsstarke, weniger zyklische Chemiefasergeschäft konzentrieren. Der Bereich soll weiter gestärkt und ausgebaut werden, teilte der Konzern mit. Der Verkauf ist ein weiterer Schritt in der Portfoliobereinigung des Konzerns, von dem er sich verbesserte Margen verspricht.
Das Naturfaser- und Textilkomponentengeschäft soll unter dem Namen Saurer Gruppe (abgeleitet von der traditionsreichen Textilmaschinenfirma Saurer) mit allen 3.800 Angestellten sowie allen Betriebstätten in Europa, Asien und den USA fortgeführt werden.
Foto: Oerlikon







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