Neckermänner warnen und streiken
Eine Gewerkschaft sieht rot! Verdi kann die „sture Haltung“ der Arbeitgeber nicht verstehen und kündigt für Montag einen ganztägigen Warnstreik an. Das Management plant die Streichung von rund 1.380 Stellen.
Neckermann-Pakete werden diese Woche wohl einen Tag später ausgeliefert
Der Streik bei Neckermann sei die Antwort „auf die sture Haltung der Arbeitgeberseite“, die sich weder auf Alternativszenarien noch einen akzeptablen Sozialplan einlasse. Nachdem das Management Ende April vermeldet hatte, das gesamte operative Geschäft massiv zurechtzustutzen und dafür rund 1.380 der 2.500 Stellen zu streichen, hatten Betriebsrat und Gewerkschaft einen Alternativplan vorgelegt, der vom Vorstand allerdings abgelehnt wurde. Am vergangenen Donnerstag war nun auch die erste Verhandlungsrunde über einen Sozialplan und eine Beschäftigungsgesellschaft ergebnislos beendet worden. Verdi wirft dem Management vor, die Arbeitnehmer ohne Abfindung und ohne Qualifizierung in eine Transfergesellschaft entlassen“ zu wollen. Der Streik ist „Warnung und Aufforderung zugleich“, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.
Neckermann, hinter dem der US-amerikanische Finanzinvestor Sun Capital steht, war zuletzt weiter in die roten Zahlen gerutscht und hatte daraufhin angekündigt, sich zukünftig ausschließlich als Onlineversender für Mode zu positionieren. Das Eigentextilsortiment und das Zentrallager in Frankfurt sollen aufgegeben werden.
Foto: Neckermann







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