Erste Opfer aus der zweiten Reihe: Das Denimbrand aus Künzelsau muss Mitarbeiter entlassen, um die steigenden Baumwollpreise und die teurere Sach- und Personalkosten zu kompensieren. Trotz Zuspruch und Umsatzsteigerungen

Mustang B&B

Auf der B&B wurde Mustang gut von den Kunden angenommen

Dass die Baumwollpreise im letzten Jahr um ständig neue Höchstwerte gestiegen sind, sorgt Händler wie Hersteller gleichermaßen. Der Denim-Spezialist Mustang zieht jetzt aber als einer der ersten die Notbremse und reagiert auf die Kostensteigerungen mit Personalabbau. 16 Mitarbeiter sollen gehen, die meisten davon aus der Verwaltung. Mit diesen Schritt erhofft man sich, nicht nur die steigenden Baumwollpreise, sondern auch höhere Rohstoff-, Lohn- und Transportkosten abzufedern, um die Eckpreislagen nicht aufgeben zu müssen. Schließlich ist der Jeansmarkt hart umkämpft und kleinere Player müssen sich auch über den Preis behaupten.

Eigentlich stand Mustang gar nicht so schlecht da, denn der Umsatz konnte im letzten Jahr um rund 9% gesteigert werden. „Mustang entwickelt sich im Markt positiv. Wir konnten unseren bereinigten Außenumsatz 2010 um 8,9% steigern und haben auf der Bread & Butter in Berlin erneut ein tolles Feedback von den Kunden bekommen. Doch nun machen uns die Beschaffungsmärkte das Leben schwer und zwingen uns zu Maßnahmen, die wir gern verhindert hätten“, sagt Theo Birkemeyer, CEO der Mustang Group.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 600 Mitarbeiter.