Mehr als ein Prozent des Umsatzes wird gestohlen
Der deutsche Handel verliert jedes Jahr 4,7 Milliarden Euro durch Ladendiebstahl und Warenschwund. Gestohlen wird am liebsten das, was klein, begehrt und teuer ist. Prävention und eine allgemein verbesserte Wirtschaftslage verringern die Diebstahlsquote.
Mitnahmeeffekt: Durch Ladendiebstahl entgehen deutschen Händlern jedes Jahr 4,7 Mrd. Euro
Weltweit verliert der globale Einzelhandel jedes Jahr rund 96,8 Mrd. Euro durch Warenschwund, das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Globale Diebstahlbarometer 2013/14“, die von „The Smart Cube“ (London) und Checkpoint Systems aus Hirschhorn erhoben wurde. In Deutschland summieren sich die Verluste durch Ladendiebstahl, unehrliche Mitarbeiter und Lieferanten sowie administrative Fehler auf 4,7 Mrd. Euro, was rund 1,1% des Umsatzes entspricht. Der Schaden entsteht dabei nicht nur durch die gestohlenen Waren, sondern auch durch eine fehlende Warenverfügbarkeit – ist das Regal leer, kommt der Kunde nicht wieder.
Mit der Ratio von 1,1% liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld, was u.a. daran liegt, dass die Händler hierzulande viel in die Prävention investiert. Rund 3,5 Mrd. Euro (0,82% des Umsatzes) gibt der deutsche Handel für Anti-Diebstahl-Maßnahmen aus. Die Aufwendungen und die Verluste zusammen führen dazu, dass jeder Deutsche im vergangenen Jahr rein rechnerisch eine „Diebstahl-Steuer“ von 87 Euro zahlt.
Für knapp 38% der Verluste sind unehrliche Kunden verantwortlich. Auch Mitarbeiter lassen gerne mal was mitgehen (35% des Umsatzes). Gestohlen wird dabei am liebsten das, was klein und teuer ist und sich gut weiterverkaufen lässt wie Modeaccessoires, Schmuck, Mobiltelefone oder Make-Up-Artikel, aber auch Alkohol und Lebensmittel. Hochphase für den Ladendiebstahl ist das Weihnachtsgeschäft, dass offenbar auch bei Dieben erhöhte Begehrlichkeiten weckt.
Foto: Global Theft Barometer






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