Neues geschichtsträchtiges Umfeld: Das Zelt, in dem die Schauen der Berliner Fashion Week laufen, werden vom Bebelplatz hinter den Platz des Brandenburger Tors verlegt, an den Platz wo 2007 alles begann.

Rückseite Brandenburger Tor

Die Quadriga im Rücken: Die Berliner Fashion Week findet im Sommer hinter dem Brandenburger Tor statt

Die Mercedes Benz Fashion Week Berlin (MBFB) wird – diversen Medienberichten zufolge – in diesem Sommer vom 6. bis 9. Juli 2011 auf der Straße des 17.Juni hinter dem Brandenburger Tor, vis-à-vis des Pariser Platzes, stattfinden. Am Dienstag bestätigte der Veranstalter IMG Fashion den Ort: „Die Rückkehr zum Brandenburger Tor und die damit verbundenen Wachstumsmöglichkeiten für die Veranstaltung empfinde ich als großen Schritt für die Zukunft der Mode in Berlin. Die Zusage der Stadt Berlin zeigt, dass Kreativität und das Kulturgut Mode eine Hauptrolle für die deutsche Hauptstadt spielen“, so Peter Levy, Managing Director und Senior Vice President, IMG Fashion.

Das MBFWB-Zelt hat damit – nach rund einem Jahr Suche des Veranstalters – endlich einen neuen Ankerplatz gefunden. Seit dem Sommer 2008 fanden die Schauen auf dem Bebelplatz, Unter den Linden statt. Da auf dem Bebelplatz ein Mahnmal an die dort im Jahr 1933 inszenierten Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten erinnerte, war das Modespektakel dort nicht erwünscht. Der Kultursenat hatte dem Veranstalter, trotz des Beschlusses, keine „kommerziellen Veranstaltungen“ mehr auf dem Bebelplatz stattfinden zu lassen, für die Schauen im Januar 2011 noch eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

Neue Präsentationsmöglichkeiten mit dem Studio

Für den neuen Standort hinter dem Brandenburger Tor, der schon einmal im Juli 2007 als Location genutzt wurde, spricht nicht nur die sehr zentrale Lage inmitten der Berliner City, sondern auch die mögliche Eingliederung des Berliner Wahrzeichens in das international immer stärker angesehene Fashion-Venue. Der Veranstalter wird neben dem Catwalk-Showbereich erstmalig einen Präsentationsraum zur kreativen Präsentation des Kollektionen, das so genannte Studio, anbieten. Dort können sich Fachbesucher frei in den Installationen bewegen und ganz nah an die Entwürfe herantreten, um Materialien und Detail in Augenschein zu nehmen. Die Zahl der präsentierten Labels kann so weiter wachsen, freut sich Peter Levy.