Louis weicht Lenin: Der überdimensionale Koffer des Luxuslabels, der eine Sonderausstellung beherbergen sollte, wird nun abgebaut. Kritiker lehnten das Bauwerk aufgrund seiner Herabwürdigung des „heiligen Ortes“ ab.

Der riesige Koffer von Louis Vuitton in Moskau ist Geschichte

Das geht doch nicht. Das dachten sich wohl die russischen Politiker und Denkmalschützer, die einen riesigen Koffer der Luxusmarke Louis Vuitton auf dem Roten Platz in Moskau abbauen ließen. In dem 9 Meter hohen und 30 Meter langen Reisekoffer wollte das Label einen Pavillion beherbergen, in dem vom 2. Dezember bis zum 19. Januar Vuitton-Koffer ausgestellt werden sollten, die berühmten Persönlichkeiten gehörten. Doch das Vorhaben ist nun Geschichte. Als Grund dafür wurde, die Verunstaltung des geschichtsträchtigen Platzes angeführt, schließlich stand der Koffer mitten auf dem Roten Platz, direkt neben dem Mausoleum von Revolutionsführer Lenin. „Es gibt gewisse Symbole, die nicht kommerzialisiert und herabgewürdigt werden dürfen, weil die Zukunft des Staates davon abhängt“, so der kommunistische Abgeordnete Sergej Obuchow. Der Rote Platz habe einen besonderen Rang und sei ein „heiliger“ Ort.

Louis Vuitton äußerte sich auf seiner Homepage: Der Erlös aus dem Kartenverkauf soll komplett an die Stiftung „Naked Hearts“ des russischen Models Natalja Wodjanowa gehen, die sich um benachteiligte Kinder in Russland kümmert.

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