Dem erfolgreichen US-Schwimmstar droht der Entzug der in London gewonnenen Medaillen – nicht etwa wegen eines positiven Doping-Tests, sondern Bilder für die Pariser Luxusmanufaktur Louis Vuitton.

Unglücklicher Goldfisch: Michael Phelps könnte wegen dieses Bildes nicht nur seine Londoner Medaillen sondern auch seinen Rekord-Status verlieren

Spitzensportler unter sich: Phelps und die Russin Larisa Latynina beim Tee-Kränzchen

Michael Phelps dürfte in den letzten Tagen ordentlich ins Schwitzen gekommen sein: Dem erfolgreichen Schwimmer droht der Entzug seiner sechs in London gewonnenen Medaillen (4x Gold, 2x Silber), weil Bilder für die Core Value Kampagne der französischen Luxusmarke Louis Vuitton zu früh in Umlauf kamen.

Nach den Paragraph 40 der Regeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) darf ein Olympionik in der Zeit vom 18. Juli bis 15. August nicht für Nicht-Sponsoren der Olympischen Spiele werben, andernfalls droht der Verlust der Medaillen. Phelps sexy Badewannen-Foto hätte also erst ab dem 16. August gezeigt werden dürfen – und so war es eigentlich auch vorgesehen. Allerdings sickerten die Bilder bereits schon am 7. August über das Internet durch, wenige Tage später brachte die Daily Mail die Fotos auf die Titelseite.  Nun wird überprüft ob der Pariser Luxuskonzern davon wusste oder die Freigabe sogar initiert hat.

Auch der Status als erfolgreichster Olympionik steht auf dem Spiel

Phelps ist der erfolgreichste Sportler aller Zeiten – mit nur 27. Jahren hat er in London seine 18. Gold-Medaille geholt und wollte sich mit seinen insgesamt 22 Olympia-Medaillen zu Ruhe setzen. Er ist damit erfolgreicher als die Russin Larisa Latynina, die mit nur 14 Jahren die erfolgreichste Turnerin war. Sie ließ sich übrigens zusammen mit Phelps und einem Tässchen Tee für die Louis Vuitton-Kampagne ablichten. Fotografin war wie immer Annie Leibovitz.

Fotos: Louis Vuitton