Überschätzt? Die Modekette mit koreanischer Mode hat letzte Woche einen Insolvenzantrag gestellt. Die Deutschland-Expansion hatte erst im Frühjahr dieses Jahr begonnen.

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„Die Geschäfte bleiben geöffnet, unsere Kunden werden in den Filialen auch weiterhin bedient“, sagt Insolvenzverwalter Andres

Die in Ratingen ansässige Quanon Mode GmbH kündigte im März dieses Jahres an, rund 30 Geschäfte der koreanischen Damenmodemarke Linci in Deutschland zu eröffnen. Mittlerweile gibt es 17 Filialen, vor allem im südwestdeutschen Raum. Allerdings war die Expansionsfreude vielleicht etwas überschwänglich, denn am 7. Oktober hat das Unternehmen beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Dirk Anders bestellt. Er prüft aktuell die wirtschaftliche Gesamtsituation, spricht mit allen wesentlichen Beteiligten und will dann die Sanierungsoptionen bewerten. Bis Ende Dezember sind die Gehälter der rund 80 Beschäftigten über das Insolvenzausfallgeld gesichert. Zunächst sollen die Geschäfte weiter geöffnet bleiben.

Die Marke Linci wurde 1997 gegründet, eröffnete 2000 einen Sitz in China und in 2014 in Deutschland. Seit dem Frühling 2015 ist die Marke mit eigenen Geschäften in Deutschland präsent. Das Label steht für extravagante und feminine Mode aus hochwertigen Materialien.

Foto: Rathaus Arkaden Kaarst